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05. Februar 2012 17:15 Uhr

Fußball

Frankfurt gelingt Kaltstart - Staunen über Paderborn

Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt und das Überraschungsteam des SC Paderborn waren die großen Gewinner beim Kaltstart der 2. Fußball-Bundesliga nach der Winterpause.

Nachdem Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf sowie die Verfolger Greuther Fürth und FC St. Pauli am 20. Spieltag gepatzt hatten, wurde die Eintracht ihrer Favoritenrolle mit einem 2:1 (2:1)-Heimsieg gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig gerecht. «Der Sieg war verdient», kommentierte Trainer Armin Veh zufrieden.

Eine Woche vor der Kraftprobe beim Spitzenreiter Düsseldorf (43 Punkte), der am Samstag nur ein 1:1 in Ingolstadt erzielt hatte, rückten die Hessen mit 42 Zählern auf Platz zwei vor. Hinter Frankfurt folgt schon der punktgleiche SC Paderborn, der seinen Höhenflug bereits am Freitagabend mit einem 3:2-Erfolg gegen Union Berlin fortgeführt hatte. «Ein Aufstieg wäre eine absolute Sensation», meinte Trainer Roger Schmidt zurückhaltend. Man habe im Vergleich zu den Konkurrenten «die schlechtesten Bedingungen».

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Unterschätzt wird der Außenseiter beim heißen Fünfkampf an der Tabellenspitze nicht mehr. «Die Paderborner sind so gut drauf. Ich erwarte, dass die ersten Fünf der Tabelle bis zum Saisonende dabei sind», sagte Frankfurts Manager Bruno Hübner.

Seine Eintracht wurde gegen Braunschweig kalt erwischt: Dennis Kruppke brachte die Gäste nach einem Konter in der 5. Minute in Führung. Zum Matchwinner für die Frankfurter avancierte Alexander Meier, der jeweils per Kopf seine Saisontore neun und zehn erzielte (11./22.). «Der Trainer hat gesagt, ich soll mehr Verantwortung übernehmen», erklärte Meier strahlend und blickte nach vorne: «Das Spiel in Düsseldorf ist wichtig, aber noch nicht entscheidend.»

Auf den Anschluss zur Spitzengruppe hofft insgeheim auch noch der Tabellensechste 1860 München, der vor dem Heimspiel am Montagabend (20.30 Uhr) gegen Energie Cottbus den Vertrag mit Trainer Reiner Maurer um ein Jahr verlängerte. «Ich werde alles dafür tun, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen», erklärte der 51-jährige Maurer.

Einen ganz wichtigen 2:1-Heimsieg feierte auch der Karlsruher SC im Abstiegskampf. Pascal Groß (22.) und Steffen Haas (55.) drehten die Partie nach dem frühen 0:1 durch ein Kopfballtor von Ronny König (17.). Der KSC steckte auch den Platzverweis von Delron Buckley weg (57.). «Wir haben auch zu zehnt an den Sieg geglaubt», kommentierte Torschütze Groß. Neuer Tabellenletzter ist Hansa Rostock, der zeitgleich eine ärgerliche 1:2-Pleite in Bochum kassierte. Nikoloz Gelaschwili erzielte das Siegtor für den VfL (76.). Bei den Rostockern verschoss Marek Mintal einen Handelfmeter (43.).

Spitzenreiter Düsseldorf beklagte in Ingolstadt nicht nur den Verlust von zwei Punkten. Beim 1:1 sah zudem Andreas Lambertz die Gelb-Rote Karte (67.). Der Kapitän wird gegen Frankfurt fehlen. Jens Langeneke rettete mit einem umstrittenen Foulelfmeter das 1:1. «Wir hatten Chancen, aber wenn du eine Spitzenmannschaft sein willst, musst du die auch ausnutzen», klagte Fortuna-Coach Norbert Meier.

St. Pauli patzte mit 1:2 in Aachen. Benjamin Auer (13. Minute/ Foulelfmeter) und Aimen Demai (15.) erzielten die Tore für die Alemannia, die wichtige Punkte im Abstiegskampf verbuchte. Der aus Schalke gekommene Albert Streit feierte über zwei Jahre nach seinem letzten Bundesligaspiel einen guten Einstand im Aachener Trikot. Kapitän Fabian Boll konnte für St. Pauli nur verkürzen. «Die Leistung war enttäuschend», kommentierte Pauli-Coach André Schubert.

Ernüchterung herrschte am Wochenende auch in Fürth nach der 1:3-Niederlage in Dresden. «Das war ein Denkzettel für uns», sagte Kapitän Thomas Kleine selbstkritisch. Die Chance zur Wiedergutmachung kommt schon am nächsten Spieltag, wenn Paderborn nach Fürth kommt. (dpa)

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