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Bochum (dpa) - Im Fußball-Wettskandal müssen sich vom Oktober an die ersten Angeklagten vor Gericht verantworten. Der Prozessauftakt sei voraussichtlich am 6. Oktober, berichtete ein Sprecher des Bochumer Landgerichts.

Offen ist noch, ob zwei oder vier Beschuldigte auf der Anklagebank sitzen werden. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte zunächst im August Anklage gegen zwei 35 und 55 Jahre alte Männer erhoben. Sie wirft ihnen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in 16 beziehungsweise 22 Fällen vor. Die beiden werden der Führungsebene der Wettbetrüger zugerechnet.
Sie sollen mit anderen Tätern mit insgesamt 350 000 Euro Spieler und Schiedsrichter bestochen und so zehn Fußballspiele in Deutschland und 14 Spiele im europäischen Ausland manipuliert haben. Unter den Spielen in Deutschland sollen auch Zweitligapartien gewesen sein. Durch die Manipulationen sollen die Wettbetrüger rund 1,45 Millionen Euro gewonnen haben.
Im September erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei weitere Personen. Auch ihnen werden Spielmanipulationen zur Last gelegt. Ein Teil der Spiele sind bereits Gegenstand der ersten Anklage. Da für diese beiden Beschuldigten eine andere Kammer des Landgerichts zuständig ist, prüft das Gericht derzeit, ob die Verfahren zusammengelegt werden können.
Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft früheren Angaben zufolge gegen mehr als 250 verdächtige Personen. Betroffen sind etwa 270 Spiele im In- und Ausland.








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