Claudio Pizarro schien eine schwache Bremer Mannschaft zum Sieg in Freiburg zu schießen. Doch die Breisgauer zeigten immerhin Moral - und das reichte zum 2:2.

Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga ließ sich selbst von einem zweimaligen Rückstand nicht entmutigen. Einmal mehr schien Claudio Pizarro den Unterschied zu machen. Mit seinen Saisontoren 14 und 15 brachte der Stürmer ansonsten erschreckend schwache Bremer zwei Mal in Führung ( 25.,47.) . Cedrick Makiadi (32.) und Jonathan Schmid (70.) mit seinem ersten Bundesligator belohnten die Freiburger mit ihren Ausgleichstreffern für leidenschaftlichen Kampf. Beide Mannschaften bringt das Unentschieden hinsichtlich der Saisonziele aber nicht sonderlich voran.
Die Freiburger bleiben mit 17 Zählern Tabellenletzter , sind nun aber immerhin punktgleich mit dem Vorletzten aus Augsburg. Bremen hingegen verpasste es, sich von Hannover und Leverkusen abzusetzen und ist Fünfter.
Mit Leidenschaft und Laufbereitschaft gelang es den Gastgebern, das größere fußballerische Vermögen der Bremer wettzumachen. Sie hatten auch die ersten Torchancen: Makiadi verfehlte nach einem Eckball das Tor mit einem Schuss aus zwölf Metern (22.). Und Abwehrspieler Michael Lumb hatte kurz darauf Pech mit einem Distanzschuss ans Lattenkreuz (25.).
Die Klasse der Bremer blitzte viel zu selten auf - etwa beim feinen Zusammenspiel von Pizarro und Werders Neuzugang Zlatko Juzunovic beim Führungstor. SC-Torwart Oliver Baumann sah den Schuss des Peruaners zwar spät, unhaltbar war er aber nicht. Die Moral der Freiburger stärkte das prompte 1:1, das Makiadi nach einem Eckball von Lumb mit dem Kopf erzielte. «Das muss man anders verteidigen», rügte Werder-Manager Klaus Allofs die eigene Abwehr zur Pause.
Mit etwas mehr Engagement und Zielstrebigkeit kamen die Bremer zur zweiten Spielhälfte aus der Kabine. Und sie konnten sich einmal mehr auf den Mann verlassen, der ihr größer Trumpf bei der angestrebten Rückkehr ins internationale Geschäft ist: Claudio Pizarro. Einen schnellen Spielzug über Markus Rosenberg und Mehmet Ekici schloss der Torjäger mit einem gefühlvollen Außenristschuss ins lange Eck ab.
Wieder musste Freiburg einen Rückstand wegstecken - und wieder gelang es gegen insgesamt schwache Bremer. Der 21-jährige Schmid überwand Wiese aus halbrechter Position mit einem Schuss, der vom Innenpfosten über die Torlinie prallte.
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