Sonntag, 21. Dezember 2014

18. Februar 2013 12:37 Uhr

Skispringen

DSV-Springer mit Selbstvertrauen zur WM

Nach ihrer leicht missglückten Generalprobe reisen Deutschlands Skispringer angriffslustig zu den nordischen Ski-Weltmeisterschaften nach Val di Fiemme.

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Richard Freitag (r) befindet sich in herausragender Form. Foto: Marc Müller dpa

Der unglückliche vierte Platz beim Team-Weltcup in Oberstdorf durch den Patzer von Einzelsieger Richard Freitag wurde schnell abgehakt. Sofort schalteten die Athleten in den WM-Modus um.

«Dann kommen wir eben bei der Weltmeisterschaft voll in die Gänge», sagte Severin Freund vor einem dreitägigen Heimaturlaub. Auch Bundestrainer Werner Schuster sieht der WM zuversichtlich entgegen. «Wir dürfen jetzt nicht die Brust weiß ich wie aufblasen, aber wir können mit einem guten Gefühl da runterfahren. Wir haben definitiv unsere Chancen und wollen diese auch nutzen. Mein Traumziel sind zwei Medaillen. Das wäre der nächste Schritt in unserer Entwicklungsstufe», verkündete er das WM-Ziel.

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Noch am Sonntagabend verabschiedeten sich die DSV-Adler für kurze Zeit voneinander, um sich zu Hause Kraft für die Medaillenjagd zu holen. «Wir wollen die Batterien aufladen und dann eine tolle WM springen. Deshalb werden wir erst am Mittwoch nach Predazzo fahren. Ein Training dort sollte reichen, denn die Jungs kennen die Schanze und wissen, wie es dort geht», sagte Schuster.

Das Skiflug-Wochenende im Allgäu brachte ihm noch einmal wichtige Erkenntnisse. Freitag befindet sich trotz seines Fehlers im Mannschaftsspringen, der das DSV-Quartett einen Podestplatz kostete, in herausragender Form. «Er hat großes Selbstvertrauen, die erforderliche Dynamik und eine perfekte Materialabstimmung. Momentan hat Richard die höchste Qualität in der Mannschaft», sagte Schuster.

Ein Goldfavorit sei der 21-Jährige deswegen jedoch nicht. «Ich möchte vor der Erwartung warnen, wenn er schon beim Skifliegen gewinnt, siegt er auch in Predazzo ganz locker. Diesen Schluss würde ich nicht ziehen», sagte der Bundestrainer. Freitag selbst sieht das ähnlich: «Wir sind momentan ganz gut drauf. Aber es gibt auch andere Nationen, die es gut drauf haben. Deshalb sollte man nicht über Platzierungen spekulieren.»

Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht, denn auch bei Freund läuft es wieder rund, nachdem der Bayer zu Jahresbeginn einige schwächere Auftritte abgeliefert hatte. «Er hat nach einigen Tests wieder in die Spur gefunden», stellte Schuster zufrieden fest. Das deutsche Top-Duo soll die Basis für das angestrebte Edelmetall im Teamwettbewerb bilden und möglichst auch in den Medaillenkampf in den Einzelentscheidungen auf der Normal- und Großschanze eingreifen.

Als dritter Mann gesetzt ist Oldie Michael Neumayer. Der 34-Jährige erlebt in diesem Winter seinen zweiten oder gar dritten Frühling auf der Schanze. «Er ist körperlich topp in Form und hat einen Mordsspaß am Springen. Er lässt sich von den Jungen inspirieren und ist momentan nicht wegzudenken», lobte Schuster den Routinier.

Um den vierten Startplatz duellieren sich Andreas Wank und WM-Neuling Andreas Wellinger. Für Schuster ist egal, wer das Rennen macht. Hauptsache die Leistung stimmt. Denn der Coach weiß: «Wenn du gewinnen willst, brauchst du vier Topleute.» (dpa)

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