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04. Februar 2012 17:20 Uhr

Ski alpin

Hudec düpiert Favoriten in Abfahrt - Stechert 18.

Wie ein Lasso wirbelte der Canadian Cowboy Jan Hudec seinen Skistock über dem Kopf. Überraschend düpierte der WM-Zweite von 2007 bei der Weltcup-Abfahrt in Chamonix die komplette Welt-Elite und sicherte sich den zweiten Sieg seiner wechselhaften Karriere.

Der Kanadier Jan Hudec hat in der Abfahrt in Chamonix gewonen. Foto: Olivier Hoslet dpa

«Ich musste so hart in den vergangenen Jahren kämpfen mit all meinen Verletzungen und anderen persönlichen Problemen», berichtete der gebürtige Tscheche erleichtert nach seinem Coup, «ich bin überglücklich. Heute hat alles gepasst.»

Hudec setzte sich mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung auf den Österreicher Romed Baumann und seinen kanadischen Teamkollegen Erik Guay, Weltmeister von 2011, durch. Vortagssieger Klaus Kröll aus Österreich kam nur auf den sechsten Rang und bleibt in der Abfahrtswertung hinter dem Schweizer Didier Cuche, der als Siebter nicht zufrieden war.

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Tobias Stechert durfte sich als stärkster Deutscher mit seiner Leistung hingegen glücklich schätzen. Der Oberstdorfer schaffte auf Rang 18 das bislang beste Ergebnis seiner Weltcup-Laufbahn. «Das war eine ordentliche Fahrt, aber ich fühle mich immer noch nicht ganz fit», sagte der Oberstdorfer. Wie am Vortag kam Stephan Keppler im Mont-Blanc-Massiv mit den Gleitpassagen auf der Strecke nicht zurecht und erreichte nur Rang 28. «Ich kann nicht zufrieden sein», meinte er und scherzte: «Beim lange Geradeausfahren weiß ich nie, was ich machen soll.»

Trotz seines guten Auftritts lässt Stechert die Reise zum kommenden Olympia-Ort Sotschi in der nächsten Woche angeschlagen aus und hofft Ende Februar im schweizerischen Crans-Montana wieder am Start stehen zu können. «Es ist ein Problem zwischen Schienbein und Wadenbein, das muss erstmal ausheilen.»

Immer wieder wurde auch Hudec von Verletzungen zurückgeworfen und hatte deshalb vergangenes Jahr einen Rücktritt erwogen. Nach eigenen Angaben musste er sogar 15 000 kanadische Dollar für das Training bezahlen, um im Nationalteam bleiben zu dürfen. «Ich möchte allen Menschen danken, die mich unterstützt und mir Geld gegeben haben, um mir beim Bezahlen meiner Rechnungen zu helfen», erinnerte der 30-Jährige. (dpa)

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Abfahrt | Herren | Ski alpin | Weltcup


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