Donnerstag, 21. August 2014

16. April 2012 13:53 Uhr

Tennis

Kerber soll deutsche Tennis-Damen mitreißen

Einsatzgarantie als Belohnung - aber auch als logische Folge: Angelique Kerber soll nach dem zweiten Turniersieg ihrer Karriere nun das Fed-Cup-Team zum Verbleib in der Weltgruppe führen.

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Angelique Kerber ist derzeit blendend in Form. Foto: Thorkild Amdi dpa

Deutschlands derzeit erfolgreichste Tennisspielerin erhielt eine Einsatzgarantie für das Relegationsspiel am Samstag und Sonntag gegen Australien. «Wenn sie sich gut fühlt und gesund ist, ist sie gesetzt. Sie kommt mit Superselbstvertrauen hierher», sagte die deutsche Teamchefin Barbara Rittner in Stuttgart. Dort warteten die Kolleginnen auf Kerber.

«Danke für die Glückwünsche - freu' mich auf euch», twitterte die Kielerin vorher schon an Andrea Petkovic, Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld. Gegen Ersatzspielerin Mona Barthel musste sie im Viertelfinale von Kopenhagen zwei Matchbälle abwehren. Die Neumünsteranerin steht bereit, sollte Rückkehrerin Petkovic nach ihrer langwierigen Rückenverletzung doch noch nicht spielen können.

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Aufgrund der Pause von Petkovic und der Absage der am Knöchel lädierten Sabine Lisicki ist Kerber de facto die Nummer eins in der Auswahl. Der Triumph von Kopenhagen war ihr zweiter Turniersieg in diesem Jahr nach dem Premieren-Erfolg in Paris, das 6:4, 6:4 über ihre dänische Freundin und einstige Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki der vierte Erfolg gegen eine Top-Ten-Spielerin in den vergangenen fünf Partien. «Das war der fantastische Abschluss einer der besten Wochen», stellte die Linkshänderin glücklich fest.

In der neuen Weltrangliste egalisierte Kerber am Montag ihre beste Platzierung. Die 24-Jährige verbesserte sich um einen Platz auf Rang 14. Beste Deutsche ist als Elfte weiterhin Petkovic. Auf Rang 13 folgt Lisicki. Görges belegt Rang 16, Barthel den 35. Platz.

Das gemeinsame Training der Topspielerinnen in Offenbach, die wesentlich verbesserte Fitness, die Zusammenarbeit mit Trainer Torben Beltz und Mentalcoach Holger Fischer - all dies sind aus Rittners Sicht wichtige Faktoren für Kerbers Durchbruch. «Ich glaube, zum größten Teil ist es dieser Fitnessbereich, an dem sie so hart gearbeitet hat. Mit dem Wissen, viel fitter zu sein, kommt auch die mentale Stärke», urteilte Rittner. «Sie hat ein Team um sich gebaut, das passt. Diese Sicherheit braucht Angie einfach. Sie hat die ganzen Selbstzweifel abgelegt», fügte die Teamchefin hinzu.

Ebenso wie die vorige Woche leicht erkrankte Julia Görges wird Angelique Kerber im Training noch etwas geschont. Der nächste Coup soll dann am Wochenende gegen US-Open-Champion Samantha Stosur gelingen: Australiens Nummer eins hatte im vorigen September in New York Kerbers sensationellen Siegeszug im Halbfinale gestoppt. (dpa)

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