Andrea Henkel hat zum Abschluss des Weltcups in Oslo den Massenstart gewonnen. In Abwesenheit der erkrankten Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner setzte sich die 34-Jährige mit nur einem Schießfehler souverän durch und fuhr ihren ersten Saisonerfolg ein.

«Ich habe nicht mit solch einem Ergebnis gerechnet», sagte Henkel. Die zweimalige Olympiasiegerin verwies nach 12,5 Kilometern mit einem Vorsprung von 26,6 Sekunden die mit vier Strafrunden belastete Weißrussin Darja Domratschewa auf Rang zwei. Dritte wurde Teja Gregorin aus Slowenien (2/+ 27,2 Sekunden).
Magdalena Neuner hatte kurz vor dem Start auf ihr letztes Rennen am Holmenkollen verzichtet. Bereits bei ihren Siegen im Sprint und in der Verfolgung war sie gesundheitlich nicht fit. «Es wird zwar schon langsam besser, aber ich habe gesagt, es ist nicht vernünftig an den Start zu gehen», sagte sie.
Im finnischen Kontiolahti will Neuner wieder dabei sein. «Ich habe extra ausgelassen, um laufen zu können», sagte sie. «Ich werde definitiv laufen. Außer es sind Minus 20 Grad und der Veranstalter sagt, wir ziehen es trotzdem durch. Dann muss man sich ernsthaft Gedanken machen, ob man das macht», meinte die 24-Jährige.
«Die Bilanz in der gesamten Saison war schon sehr Magdalena-Neuner-lastig. Mit dem Ausfall von der Lena dann trotzdem einen Sieg für unsere Mannschaft, das ist schon toll», sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Neuner hatte Tränen in den Augen, als sie den Massenstart-Wettkampf absagen musste. «Der Hals tut weh, die Nase läuft. Es ist so eine Kombination aus Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die WM. Und natürlich versuchen wir auch, ihr die Chance zu geben, wieder gesund zu werden», nannte Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld die Gründe für den Verzicht der Rekordweltmeisterin. (dpa)
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