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11. Juni 2010 20:45 Uhr

Heute gegen Australien

Sieben Gründe, warum Deutschland gewinnt

In der Regel weiß man erst hinterher, warum ein Spiel so oder so ausgegangen ist. Anton Schwankhart glaubt schon vor dem deutschen WM-Auftakt zu wissen, dass die DFB-Auswahl gewinnt.

Jubelnde deutsche Fans. Hoffentlich wiederholt sich dieses Bild.

In der Regel weiß man erst hinterher, warum ein Spiel so oder so ausgegangen ist. Anton Schwankhartglaubt schon vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Australien zu wissen,dass die DFB-Auswahl gewinnt. Sieben Gründe, die sich kaum widerlegenlassen .

Statistisch ist die Sache klar. Es steht 2:0 für Deutschland. Zwei Begegnungen, zwei Siege. Bei der WM 1974 (3:0) und im Confed-Cup 1995 (4:3).

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Deutschland startet bei Weltmeisterschaften gerne siegreich. In den 16 Auftaktpartien gab es elf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage - das 1:2 in Spanien 1982 gegen Algerien. Die Spieler, die am Sonntag in Durban antreten, machen sich über Algerien aber keine Gedanken mehr. Aus der voraussichtlichen Anfangself waren nur Arne Friedrich und Miroslav Klose damals schon auf der Welt.

Als Fußball-Nation hat Australien kaum WM-Erfahrung. Erst dreimal haben es die Aussies zu einer WM geschafft. Das Achtelfinale 2006 war ihr größter Erfolg.

Fußball ist in Australien nur Randsportart, wenn auch eine aufstrebende. Beliebter sind Rugby und Australian Football. Der Umgang, den die Sportler hier miteinander pflegen, geht auf die Eroberung eines rauen Kontinents zurück.

Daraus resultiert auch ihre Spielauffassung, die gegen hoch entwickelte Teams nur selten erfolgreich ist. "Unsere Chance: elf Männer gegen elf Männer! Wir kämpfen bis zur allerletzten Sekunde und werden uns auf gar keinen Fall abschlachten lassen", verspricht Stürmerstar Harry Kewell. Mit dieser Einstellung kann man vielleicht einen Krieg gewinnen, aber kein Fußballspiel.

Abgesehen davon spielen die Australier mit ihrer Auffassung von Fußball als Mischung aus Rugby und Bürgerkrieg immer auch gegen den Schiedsrichter. Am Sonntag haben sie es mit Marco Rodriguez zu tun. Der Mexikaner ist für harte Urteile berüchtigt. Er wird in seiner Heimat "Klein Dracula" genannt - wegen seiner Ähnlichkeit mit Bela Lugosi, dem ersten Dracula-Darsteller im TV von 1931. Rodriguez ist strenggläubiger Katholik und Laienprediger. Als Sportlehrer an einer deutschen Schule in Mexiko kann er Deutsch. Ob er auch Lukas Podolski versteht, weiß man nicht.

Einen deutschen Sieg verspricht nicht zuletzt auch Stachelschweineber Leon beim "Tier-Orakel" im Tierpark Chemnitz. In mehreren Anläufen entschied er sich für das Futter aus der Hand des Pflegers, die für Australien stand. Wer dieses Verhalten andersherum interpretiert, hat keine Ahnung von Orakeln. Anton Schwankhart

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