(ses). In kaum einer anderen Sportart gibt es wohl so viel Fachchinesisch wie beim Golf. In unserem kleinen "Golf-ABC" erklären wir die wichtigsten Begriffe.
A wie Albatros: Ein traumhaftes Ergebnis, das aber praktisch nur bei Par-5-Löchern vorkommt. Bei einem Albatros wird das Loch mit drei Schlägen unter Par gespielt. Bei einer Par-5-Bahn also mit nur zwei Versuchen.
B wie Bunker: Ein leidiges Thema. Der Bunker ist ein Hindernis, das meist um das Grün herum platziert ist. Er ist mit Sand gefüllt und soll das Spiel erschweren. Das gelingt leider oft genug.
C wie Cut: Bei einem Profi-Zählspielturnier oder einer Vereinsmeisterschaft erfolgt meist nach zwei Tagen ein Cut. Das bedeutet, dass nur eine bestimmte Anzahl von Spielern für die Schlussrunden qualifiziert ist, nämlich die Besten der Zwischenwertung. Alle, die bei einem Profiturnier den Cut nicht schaffen, erhalten kein Preisgeld. Als Cut wird auch ein angeschnittener Ball bezeichnet, dessen Flugkurve nach rechts (beim Rechtshänder) abbiegt.
D wie Divot: Ein beim Schwung herausgeschlagenes Rasenstück. Um den Platz zu schonen, sind Spieler dazu angehalten, das Rasenstück wieder an die ursprüngliche Stelle zurückzulegen und festzutreten.
E wie Eagle: "Einen eagle spielen" bedeutet ein Loch mit zwei Schlägen weniger zu beenden, als vorgegeben.
F wie Flight: Ein Begriff, zwei Bedeutungen. Zum einen eine Wettspielgruppe aus mehreren (höchstens vier) Spielern, zum anderen die Flugbahn des Balles.
G wie Green: Das Green ist die am kürzesten geschnittene Grasfläche am Ende eines jeden Lochs. Auf dem Grün befindet sich die Fahne und das Loch, in welches der Ball geschlagen werden muss.
H wie Handicap: Es gibt Auskunft über die Stärke eines Spielers. Wenn man nach der Prüfung die Platzerlaubnis erhält, hat man in der Regel ein Handicap von 54. Profis spielen mit Handicap 0. Das Handicap dient auch dazu, dass Spieler unterschiedlicher Stärke gegeneinander spielen können. Je niedriger das Handicap, desto besser ist der Spieler (siehe auch Netto).
I/J wie Impact: Englische Bezeichnung für "Treffermoment", also den Moment, in dem der Schläger den Ball trifft. Der Impact dauert nur etwa vier tausendstel Sekunden.
K wie Kakao: Hat überhaupt nichts mit dem Getränk zu tun. Der Kakao ist beim Golf das tiefste, unangenehmste Rough - zum Beispiel wildes Gestrüpp.
L wie Loft: Der Winkel zwischen der Sohle des Schlägerkopfes und dem Schlägerblatt. Die Schrägstellung der Schlagfläche hat Auswirkungen auf die Länge der Flugbahn des Balles. Beispiel: Das für größere Weiten verwendete Eisen 3 hat weniger Loft als etwa ein Eisen 9.
M wie Major: Ein überdurchschnittlich wichtiges Golfturnier. Es gibt vier Majors, die wichtigsten Golfturniere eines Jahres. Die Majors sind das US-Masters (immer in Augusta, USA), die US-Open (wechselnde Austragungsorte in den USA), die British-Open (immer auf Links-Plätzen in Great Britain) und die US-PGA Championship (USA).
N wie Netto: Die Anzahl der auf der Runde insgesamt benötigten Schläge abzüglich des Handicaps des Spielers. Wurden zum Beispiel 109 Schläge benötigt und hat der Spieler Handicap 37, so beträgt das Nettoergebnis 72.
O wie Overlapping Grip: Dabei liegt der kleine Finger der rechten Hand über dem Zeigefinger der linken Hand (beim Rechtshänder). Ungefähr neunzig Prozent aller Golfspieler verwenden diesen Griff.
P wie Par: Es bezeichnet die Schlagzahl, mit der ein Loch absolviert werden muss. Die Summe aller Pars ergibt den Par-Wert des Platzes.
Q/R wie Rabbit: Im Clubleben werden mit diesem Ausdruck die Anfänger bezeichnet, die sich noch kein Handicap erspielt haben.
S wie SSS: Abkürzung für Standard Scratch Score. Übersetzt der Platzstandard, für dessen Festsetzung primär die Länge und an zweiter Stelle der Schwierigkeitsgrad entscheidend ist. Ein Spieler mit Handicap 0 sollte den SSS spielen, also einen Par-72-Platz mit 72 Schlägen beenden.
T wie Tee: Wieder einmal zwei Begriffe, die man sich merken muss: Ein Tee ist ein kleiner Stift aus Holz oder Kunststoff, der beim Abschlag in den Boden gesteckt wird und auf dem der Ball aufgelegt werden darf. Die etwas erhöhte Rasenfläche zu Beginn eines jeden Loches wird ebenfalls Tee genannt.
U wie Up: So wird im Lochwettspiel die Anzahl der Löcher genannt, die ein Spieler vor seinem Gegner liegt.
V/W wie Wettspiel: Jedes Turnier ist im Golf ein Wettspiel. Die Regeln, unter denen es ausgetragen wird, unterliegen den international vorgeschriebenen Regeln sowie der lokalen Spielleitung. Sie kann begründete Ergänzungen vornehmen, ohne von den Grundregeln abzuweichen.
X/Y/Z wie Zählspiel: Ein Wettspiel, bei dem für jedes Loch die Schläge notiert werden. Diese ergeben zusammengezählt nach 18 Löchern das Bruttoergebnis. Wird von diesem die Vorgabe (Handicap) abgezogen, erhält man das Nettoergebnis.
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