Donnerstag, 18. Dezember 2014

01. Mai 2012 13:13 Uhr

Basketball

Dallas und Nowitzki nach 0:2 in Playoffs unter Druck

Dirk Nowitzki hat das Wurfglück eines Meisters verloren. Nach der zweiten bitteren Playoff-Niederlage stehen seine Dallas Mavericks in der NBA-Auftaktrunde nun mächtig unter Druck.

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Der Meister gab beim 99:102 bei den Oklahoma City Thunder wie in der ersten Partie eine Führung in der Schlussminute aus der Hand und liegt in der Best-of-Seven-Serie mit 0:2 hinten. «Es ist hart und frustrierend, aber wir müssen nachlegen. Wir werden uns nicht ergeben», sagte Nowitzki. Der deutsche Sportler des Jahres war mit 31 Punkten bester Werfer auf dem Feld.

Aber selbst Nowitzki schwächelte kurz vor Ende und vergab nach einem offenen Drei-Punkte-Schuss auch einen seiner Spezialwürfe im Zurückfallen zum möglichen 99:98. «Ich habe ihn schon hundertmal gemacht. Der Ball tänzelt auf dem Ring und springt am Ende raus. So läuft es schon unsere ganze Saison», haderte er.

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Teamkollege Jason Terry verschoss zudem zwei Dreier, die die Verlängerung bedeutet hätten. «Wir sind da und wirklich nur knapp daran vorbei, hier 2:0 zu führen», meinte Nowitzki, zeigte sich aber dennoch zuversichtlich: «Wir haben genug Krieger, wir werden am Donnerstag zurückkommen und auf die gleiche Art antworten wie heute, als wir mit 16 zurücklagen.»

Bei den Thunder überzeugte Aufbauspieler Russell Westbrook mit 29 Punkten. Trotz einer schwachen Quote mit fünf Treffern bei 17 Feldwürfen kam auch Kevin Durant, Matchwinner des ersten Duells, auf 26 Zähler. Der junge Titel-Mitfavorit hat damit alle vier Heimspiele dieser Saison gegen die erfahrenen Mavs in den letzten 60 Sekunden noch gedreht. «Darauf kommt es in den Playoffs an, Härte», sagte Westbrook.

In der ersten Halbzeit, nach der die Mavericks mit 50:57 zurücklagen, gingen die Auseinandersetzungen aber über das erlaubte Maß hinaus. Nowitzki beklagte sich zunächst über einen Ellbogenschwinger von Serge Ibaka und geriet sowohl mit dem Spanier als auch mit Kendrick Perkins aneinander. «Er hat versucht, mich einzuschüchtern, ich habe ein wenig dagegengehalten», meinte der 33 Jahre alte Würzburger über den OKC-Center.

Nowitzkis Trainer Rick Carlisle war überhaupt nicht glücklich über die Konfrontation: «Das schmutzige Spiel muss aufhören. Wir wollen nicht, dass jemand verletzt wird.»

Die kommenden beiden Partien finden am Donnerstag und Samstag in Dallas statt. Seitdem Nowitzki für die Mavs spielt, lagen die Texaner in den Playoffs sechsmal mit 0:2 zurück und konnten zweimal die Serie noch drehen - zuletzt 2005 beim 4:3-Erstrundenerfolg über die Houston Rockets.

Dallas' Finalgegner von 2011 machte hingegen einen großen Schritt in Richtung Playoff-Viertelfinale: Die Miami Heat bezwangen die New York Knicks erneut locker und liegen nach dem 104:94 mit 2:0 vorne. Bester Werfer für das Team aus Florida war Dwyane Wade mit 25 Punkten. Die Knicks müssen nach einem kuriosen Vorfall womöglich auf Amar'e Stoudemire verzichten. Auf dem Weg in die Kabine schlug der Power Forward mit der linken Hand auf den Glaskasten um einen Feuerlöscher ein und zog sich dabei Schnittverletzungen zu. Die Arena verließ er mit einem dicken Verband und dem linken Arm in einer Schlinge. Die Indiana Pacers glichen derweil mit dem 93:78 gegen die Orlando Magic zum 1:1 aus. (dpa)

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