Donnerstag, 23. Mai 2013

30. April 2012 07:59 Uhr

Justiz

Weiter Kritik am Umgang der Ukraine mit Timoschenko

Der Umgang der Ukraine mit der inhaftierten Ex-Premierministerin Julia Timoschenko stößt weiter auf scharfe Kritik.

Stephan Mayer (38, CSU), Mitglied im Sportausschuss des Bundestages, sagte der «Bild»-Zeitung (Montag): «Kein Mitglied der Bundesregierung sollte an der EM als Zuschauer teilnehmen!» Die Ukraine sei mit ihrem «Verhalten im Fall Timoschenko drauf und dran jede Chance auf Glaubwürdigkeit zu verspielen.»

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (60, CDU) sagte «Bild.de»: «Ich unterstütze die Bundesregierung, damit Frau Timoschenko eine vernünftige ärztliche Behandlung bekommt, am besten hier in Deutschland! Einen Boykott halte ich nicht für ratsam, weil der Sport nicht jetzt das lösen kann, was Staatengemeinschaften auch nicht lösen können. Als politisch Verantwortlicher kann man jedoch nicht in die Ukraine fahren und so tun, als gäbe es das Problem nicht!»

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Gisela Piltz (47, FDP), Mitglied im Bundesvorstand der FDP, kritisiert ebenfalls die Zustände in der Ukraine scharf. Piltz sagte «Bild.de»: «Die Entwicklung in der Ukraine ist problematisch und besorgniserregend. Demokratie sieht anders aus!»

Die Widersacherin von Präsident Viktor Janukowitsch befindet sich nach eigenen Angaben seit dem 20. April im Hungerstreik. Sie wirft dem Staat Foltermethoden in Haft vor, weil sie nicht ordnungsgemäß behandelt werde. Der Machtapparat bezeichnete sie dagegen als Simulantin. Jüngste Fotos zeigen die 51-Jährige mit Prellungen, die ihr Wachbeamte zugefügt haben sollen. Die Anführerin der Orangenen Revolution war im Vorjahr nach einem international umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Straflager verurteilt worden. (dpa)

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Schlagworte

Deutschland | Fußball | Justiz | Ukraine


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