Samstag, 22. Juli 2017

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Der ADAC empfiehlt, alle anderthalb bis zwei Stunden eine Fahrpause einzulegen, um sich zu erholen und sich vor allem zu bewegen.

Staus, Stress, volle Rasthöfe und Hitze unterm Dach: Autofahrten in den Urlaub sind oft sehr anstrengend. Ein häufiger Tipp: abends oder nachts fahren. Aber auch das ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Wer eine längere Reise mit dem Auto plant, sollte vorher nicht nur Reifendruck, Ölstand und Bremsbeläge kontrollieren, sondern sich auch selbst gut auf den Trip vorbereiten. Das fängt bereits bei der richtigen Mahlzeit an: „Generell sollte man nie mit leerem Magen losfahren“, rät Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Ein normales Frühstück kurbelt den Kreislauf an. Zu viel aufputschende koffeinhaltige Getränke wie Kaffee jedoch steigern die Nervosität.“ Auch auf eine deftige Mahlzeit sollten Autofahrer vor Fahrtantritt verzichten, denn die mache eher müde. „Ideal, gerade auch für unterwegs, ist klein geschnittene Rohkost wie Möhren, Gurken und Äpfel, denn die liefern auch Flüssigkeit und machen zudem satt“, sagt Ahrens.

Auch die richtige Kleidung ist wichtig. Bequem und luftig sollte sie sein, nicht einengen oder einschnüren. Vor allem für Kinder empfiehlt Ahrens lange, leichte Shirts und Hosen: „Speziell wenn es draußen heiß ist, können sich Kinder schnell an aufgeheizten Sitzen oder anderen Stellen im Fahrzeuginnenraum verbrennen.“

Der Fahrer sollte festes Schuhwerk zum Zubinden tragen, etwa dünne Halbschuhe. „Das Fahren mit Flipflops, Clogs oder gar barfuß ist zwar nicht verboten, sicherheitstechnisch aber nicht zu empfehlen und kann bei einem selbst verschuldeten Unfall auch versicherungsrechtliche Konsequenzen haben“, weiß Ahrens.

Die Strategie, abends oder in der Nacht zu fahren, bietet scheinbar nur Vorteile: Weniger Verkehr, keine Wartezeiten, und im besten Fall spart man noch einen ganzen Urlaubstag. Doch speziell Autofahrer, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten hier Vorsicht walten lassen: „Viele Medikamente haben eine ermüdende Wirkung“, warnt Prof. Matthias Graw, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin.

Der ADAC empfiehlt, alle anderthalb bis zwei Stunden eine Fahrpause einzulegen, um sich zu erholen und sich vor allem zu bewegen. Nicht nur für die Beine sei die Pause gut, die Bewegung helfe generell, Sauerstoff in den Körper zu bekommen.

Text: tmn/VCD/oH

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