Wetter
Di.
21°C
Wetter
Mi.
22°C

Themenwelten   |   Gesundheit

Psychische Erkrankungen

Angst ist ein Gefühl, dass jeder kennt und zum Leben dazu gehört. Gefährlich wird sie, wenn sie sich zu einer sogenannten Angsstörung entwickelt.

Bei dieser Erkrankung zeigt der Betroffenen extreme Angstreaktionen, obwohl keine adäquate Bedrohung vorhanden ist. Zudem ist die Angst dann nur schwer oder nicht mehr kontrollierbar.

Schätzungen zufolge leiden mehr als 15 Prozent der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Angststörung. Somit zählt diese Störung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Meist bahnt sich diese Krankheit vor dem 45. Lebensjahr an, wobei sie öfter bei Frauen, als bei Männern diagnostiziert wird.

Die Ursache der Angststörung lässt sich in drei Rubriken einteilen:

1. Lerntheoretische Erklärung am Beispiel „Flugzeug“

  • Person „erlernt“ die Angst (Person sitzt in einem Flugzeug und es treten plötzlich Turbulenzen auf)
  • Angst wird aufrecht erhalten (Person meidet das Fliegen)
  • Symptome wie Herzrasen entstehen: Person nimmt diese verstärkt war und verbindet damit eine drohende Gefahr. (Flugzeugabsturz)

2. Neurobiologische Aspekte

  • Das autonome Nervensystem reguliert und kontrolliert die inneren Organe (Herz, Atmung).
  • Bei Betroffenen ist dieses Nervensystem vermutlich übererregbar, d.h. es kann leichter gereizt werden. Daraus folgt, dass Angstsymptome schneller entstehen.
  • Des Weiteren wird vermutet, dass bestimmte Hirnregionen und die darin wirkenden Botenstoffe einen Einfluss auf die Entstehung einer Angststörung haben.

3. Psychoanalytisches Erklärungsmodell

  • Das Bedürfnis Etwas zu tun besteht.
  • Zweifel kommen auf, ob die Umsetzung von Außenstehenden negativ bewertet werden könnten.
  • Ein innerer Konflikt entsteht, welcher durch einen Kompromiss gelöst wird.
  • Misslingt diese Konfliktlösung, entsteht Angst.

Mögliche Symptome der Angststörung:

  • Pulsbeschleunigung, Herzklopfen, Herzrasen, Magen – und Darmprobleme, Schwindel, Übelkeit, allgemeines Beklemmungsgefühl

Therapie:

  • Je nach Erkrankungsform gibt es unterschiedliche Therapieformen. Grundsätzlich gibt es drei Ansätze: Entspannungstechniken, die psychotherapeutische Begleitung und die medikamentöse Behandlung. (pm)

Facebook Twitter Google Buzz

Mehr Artikel zum Thema

Weitere Artikel
Psychische Erkrankungen: Wenn Ängste dick machen

Psychische Erkrankungen

Da helfen auch keine Diät und kein noch so hartes Training: Massives Übergewicht hat Experten zufolge in den meisten Fällen eher psychische als körperliche Ursachen. Mehr...

Psychische Erkrankungen: Depressionen & Co: Wenn die Seele krank ist

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen und Depressionen. Mehr...

Psychische Erkrankungen: Depression nach der Geburt trifft auch Väter

Nicht nur Mütter, sondern auch Väter können nach der Geburt an einer Depression erkranken. Dann gilt: Je früher die Beschwerden behandelt werden, umso größer ist der... Mehr...

Weitere Themen

Kur & Wellnessvergügen: Mittelmeerfeeling in Bayern

Kur & Wellnessvergügen

Urlaub machen und gleichzeitig Gesundheit tanken, ist für die Gäste des Angerhof****S, Sport- und Wellnesshotel im Bayerischen Wald ein Leichtes. Mehr...

Tag der Apotheke: „Unsere Leistung für Ihre Gesundheit“

Heute findet der Tag der Apotheke statt. In diesem Jahr stehen die individuelle Beratung und die Vielzahl von wichtigen Serviceleistungen der Apotheken im Mittelpunkt sowie deren... Mehr...

Beauty, Wellness & Gesundheit: Drei Säulen fürs Wohlfühlgewicht

Beauty, Wellness & Gesundheit

Wer schon mal durch irgendeine Diät versucht hat, sein Körpergewicht zu reduzieren, hat bereits früher oder später mit dem berühmten Jojo-Effekt Bekanntschaft gemacht. Mehr...

Psychische Erkrankungen

Gesund in Schwaben

Umfrage zu Ernährung
Achten Sie auf Ihre Ernährung?


"Nur" Erkältung oder Grippe?