Bei dieser Erkrankung zeigt der Betroffenen extreme Angstreaktionen, obwohl keine adäquate Bedrohung vorhanden ist. Zudem ist die Angst dann nur schwer oder nicht mehr kontrollierbar.
Schätzungen zufolge leiden mehr als 15 Prozent der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Angststörung. Somit zählt diese Störung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Meist bahnt sich diese Krankheit vor dem 45. Lebensjahr an, wobei sie öfter bei Frauen, als bei Männern diagnostiziert wird.
Die Ursache der Angststörung lässt sich in drei Rubriken einteilen:
1. Lerntheoretische Erklärung am Beispiel „Flugzeug“
- Person „erlernt“ die Angst (Person sitzt in einem Flugzeug und es treten plötzlich Turbulenzen auf)
- Angst wird aufrecht erhalten (Person meidet das Fliegen)
- Symptome wie Herzrasen entstehen: Person nimmt diese verstärkt war und verbindet damit eine drohende Gefahr. (Flugzeugabsturz)
2. Neurobiologische Aspekte
- Das autonome Nervensystem reguliert und kontrolliert die inneren Organe (Herz, Atmung).
- Bei Betroffenen ist dieses Nervensystem vermutlich übererregbar, d.h. es kann leichter gereizt werden. Daraus folgt, dass Angstsymptome schneller entstehen.
- Des Weiteren wird vermutet, dass bestimmte Hirnregionen und die darin wirkenden Botenstoffe einen Einfluss auf die Entstehung einer Angststörung haben.
3. Psychoanalytisches Erklärungsmodell
- Das Bedürfnis Etwas zu tun besteht.
- Zweifel kommen auf, ob die Umsetzung von Außenstehenden negativ bewertet werden könnten.
- Ein innerer Konflikt entsteht, welcher durch einen Kompromiss gelöst wird.
- Misslingt diese Konfliktlösung, entsteht Angst.
Mögliche Symptome der Angststörung:
Pulsbeschleunigung, Herzklopfen, Herzrasen, Magen – und Darmprobleme, Schwindel, Übelkeit, allgemeines Beklemmungsgefühl
Therapie:
- Je nach Erkrankungsform gibt es unterschiedliche Therapieformen. Grundsätzlich gibt es drei Ansätze: Entspannungstechniken, die psychotherapeutische Begleitung und die medikamentöse Behandlung. (pm)