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Egal ob Nordic Walking, Zumba, Pilates oder Rückenschule – Sport fördert die Gesundheit. Das Problem dabei: Gerade Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun müssten, zieht es relativ selten an die Geräte und in die Fitnessstudios.

Eine Studie des Soziooekonomischen Panel (SOEP) ergab, dass die Gesundheitszufriedenheit der Deutschen im Laufe des Lebens immer mehr nachlässt. Gleichzeitig geht auch die sportliche Aktivität zurück. Was im Laufe der Zeit entsteht, ist ein Teufelskreis in absteigender Richtung. Je mühsamer man sich bewegt – sei es aus Gesundheits- oder Altersgründen –, desto schwerer fällt einem die sportliche Betätigung. Und je weniger Sport man treibt, desto gravierender zeigen sich Gesundheits- oder Altersbeschwerden. Zudem werden viele übergewichtig.

Nie zu alt

Doch, man ist nie zu alt, um sich wieder sportlich zu betätigen. Das hat meist zugleich den angenehmen Effekt, dass die überflüssigen Pfunde leichter purzeln. Da macht es viel mehr Spaß, wenn man sich für den Sommer im Fachgeschäft einen neuen Badeanzug kauft.

Nicht Motivation rauben

Wer wieder mit Sport beginnt, muss aufpassen, dass er sich nicht gleich die Motivation raubt. Deshalb sollte man sich nur etwas vornehmen, bei dem man sich vorstellen kann, es mit Vergnügen zu tun. Wenn man sich unsicher ist, welcher Sport einem gut tut, am besten mit dem Arzt sprechen und sich von Fitnessfachleuten beraten lassen.

Hier einige Tipps, wie der Einstieg in mehr Bewegung gelingen kann:

- Überforderung ist der Anfang vom Ende. Beginnen Sie am besten mit einer Sportart, die Sie für „leicht“ halten. Und beginnen Sie in kleinen Portionen.

- Warten Sie nicht auf den richtigen Tag, um einzusteigen. Jeder Tag passt. - Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Richten Sie wenigstens für ein paar Monate eine „eiserne Routine“ ein, für die es so gut wie keine Ausnahme (und Ausrede) gibt. Dafür probieren Sie aus, welche Tageszeit Ihnen am meisten liegt. Und: Trainieren Sie nicht jeden Tag, sondern erst einmal zweimal die Woche. Später sind drei Trainingseinheiten ideal.

- Zur Routine gehört auch ein immer selbes Ritual: Wie man sich fertig macht, welche Schuhe man trägt (angemessenes Schuhwerk ist Pflicht), welche Kleidung, wie man sich aufwärmt. - Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die eigene innere Kraft genügt. Suchen Sie sich eine Gruppe, es gibt mehr davon als Sie denken. - Schauen Sie sich die Umgebung an, in die Sie sich begeben. Nicht alle Fitness-Studios sind gleich, nicht jede Laufumgebung gefällt einem, nicht jedes Schwimmbad mag man. Idealerweise sollte der Anfahrtsweg nur ein paar Minuten dauern.

- Wenn möglich, sorgen Sie für Abwechslung; die erhält die Motivation. - Wichtiger als vorzeigbare Geschwindigkeiten oder Mühen ist die Dauer der Anstrengung. Das gilt auch für Krafttraining (und insbesondere für Männer). Wichtiger als das Durchhalten ist die Routine. Lieber einmal nur die halbe Leistung als gar keine. Seien Sie freundlich zu sich selbst, eisern freundlich. 10 Minuten genügen für den Anfang. Nehmen Sie sich nicht den Spaß.

- Beginnen Sie immer langsamer bzw. niedriger als Sie es sich zutrauen. Bei Ausdauersport (der zu bevorzugen ist) sollten Sie so langsam unterwegs sein, dass Sie sich unterhalten könnten. Laufen Sie mit kleinen Schritten.

 - Starten Sie nie mit vollem Magen.

pp/bif

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