Samstag, 16. Dezember 2017

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Bewusst essen: Dann muss auf die traditionellen Leckereien an den Feiertagen niemand ganz verzichten

Überall Plätzchen und Schokolade, der süße Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und dann als Höhepunkt die Weihnachtsgans an den Feiertagen: Kalorienreiche Leckereien gehören zur Advents- und Weihnachtszeit einfach dazu. „Auf die traditionellen Genüsse muss niemand ganz verzichten, trotzdem kann man sich auch in dieser Jahreszeit einigermaßen bewusst ernähren“, rät Ernährungswissenschaftlerin Dr. Vivien Faustin von der Interdisziplinären Adipositas-Ambulanz der Universitätsmedizin Göttingen. Bei den Plätzchen etwa gebe es auch kalorienärmere Varianten; statt der fetten Gans kann es auch einmal Putenbrust sein. Das A und O zum Vermeiden von Hüftgold, so Fuchs, sei allerdings ausreichend Bewegung: „Wer im Advent und vor allem während der Feiertage regelmäßig spazieren geht oder Sport treibt, muss sich um überflüssige Pfunde keine Gedanken machen. Bewegung regt vor allem auch die Verdauung an.“

Verzichten hilft nicht immer – den Lebensstil verändern

Wer nach den genussreichen Wochen dennoch ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat, wird sie meist genauso schnell wieder los. Schwerer trifft es Menschen, die mit krankhaftem Übergewicht, der sogenannten Adipositas, zu kämpfen haben. Diäten sind bei den Betroffenen oft nicht erfolgreich und können die Situation auf Dauer sogar verschlimmern.

Die langfristig erfolgversprechende und sichere Alternative sind medizinisch geführte, ambulante Therapieprogramme wie z.B. das Optifast 52-Programm. Dabei werden die Ursachen für das Übergewicht ermittelt und dauerhafte Lösungen erarbeitet. Die Therapie wird nach neuesten Erkenntnissen der Adipositas-Forschung stetig weiterentwickelt, der therapeutische Erfolg ist wissenschaftlich belegt.

Das 52-wöchige Programm beginnt mit einer einwöchigen Vorbereitungsphase, darauf folgt die zwölfwöchige Fastenphase. Fortgesetzt beziehungsweise beendet wird die Therapie mit der achtwöchigen Umstellungs- und der 31 Wochen dauernden Stabilisierungsphase. Ziel ist eine Verhaltensumstellung in Richtung einer nachhaltig gesunden Lebensweise. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Ernährungsspezialisten, Verhaltens- und Bewegungstherapeuten betreut in rund 35 deutschen Therapiezentren die Teilnehmer in wöchentlich stattfindenden Gruppensitzungen unter Berücksichtigung der individuellen Lebenssituationen.

Text: djd/oH

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