Donnerstag, 18. September 2014

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Depressionen bleiben bei Männern oft unentdeckt. Denn anders als bei Frauen werden die typischen Symptome nicht selten von anderen Verhaltensmustern überdeckt - von Aggressivität zum Beispiel.

Ärger, Gereiztheit und Aggressivität sind bei Männern mögliche Anzeichen einer Depression. Hinzu gesellen können sich körperliche Merkmale wie Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Schwindelgefühle. Das erläutert Prof. Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. Auch Angst und der Eindruck, die Kontrolle zu verlieren, seien denkbare Begleiterscheinungen.

Solche Anzeichen könnten die im Hintergrund oft auch vorhandenen typischen Symptome einer Depression wie Freudlosigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebsmangel überdecken. Diese zeigen sich Maier zufolge meist erst im späteren Verlauf der Erkrankung. Auch andere frühe Hinweise wie Schlafstörungen und Erschöpfung ordneten Ärzte bei Männern nicht unbedingt einer Depression zu.

Únd das kann fatal sein. Denn depressive Menschen neigen vermehrt zum Suizid. Und je länger jemand depressiv ist und je ausgeprägter seine Erkrankung, desto langwieriger ist laut der DGPPN die Therapie. Grundsätzlich seien Depressionen aber sehr gut behandelbar. (dpa)

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