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Auf der Grünen Woche in Berlin finden Besucher ganz spezielle Köstlichkeiten. Darunter können sich schon mal ein österreichischer Whisky, ein rumänisches Pflaumenmus oder ein Dampfbier aus Bayern mischen.

Von wegen Marille - Whisky aus der Wachau

Nicht nur Schotten können Whisky brennen - auch Österreicher verstehen sich auf das hochprozentige Destillat. «Als wir vor Jahren eine neue Destillationsanlage angeschafft haben, entstand die Idee, neben unserer klassischen Produktion von Edelbränden, die Anlage besser zu nutzen - und Whisky zu brennen», erzählt Leopold Klaus von der Marillenhof-Destillerie aus Mühldorf in der Wachau auf der Grünen Woche (20. bis 29. Januar) in Berlin. Mittlerweile gibt es Grain Whisky in vier Sorten: aus Gerste, Hafer, Roggen und Weizen. Zum Reifen gelagert wird das Lebenswasser in eigens angefertigten Holzfässern überwiegend aus österreichischer Eiche. Es muss halt nicht immer Marille aus der Wachau sein.

Rumänisches Pflaumenmus mit geschützter geografischer Angabe

Unzählige Produkte aus ganz Europa tragen die EU-Bezeichnung «geschützte geografische Angabe». «Aber es ist nur ein Pflaumenmus darunter, und das kommt aus Rumänien», sagt Diana Sonia Stanciulov, die mit ihrer Familie das Mus mit dem geschützten Regionalnamen «Topoloveni» produziert und auch stolz auf die Auszeichnung als Hoflieferant des rumänischen Königshauses ist. Für ein Kilogramm Brotaufstrich sind fünf Kilogramm frische Pflaumen nötig. Um keinen Zucker zusetzen zu müssen, werden die Früchte in Apfelsaft gekocht. Rumänien ist in diesem Jahr das offizielle Partnerland auf der Grünen Woche.

Geflügel in der Pelle - Weißwurst auf Polnisch

Sie nennt sich Weißwurst und hat auch die Form einer Weißwurst. Doch anders als das bleiche bayerische Original aus Kalb- und Schweinefleisch ist die Wurst der polnischen Firma Drobgen rötlich - und besteht zu 100 Prozent aus Gänsefleisch. «Auch in Polen ist so eine Wurst ungewöhnlich, die Kunden sind sehr vorsichtig», räumt Firmeninhaber Eugeniusz Bojanowski ein, der die Gänseweißwurst als Neuheit auf der Messe vorstellt. Aber außer in der verwendeten Fleischsorte unterscheide sich sein Produkt nicht von den bayerischen Würsten.

Dampfendes Bier durch platzende Gasblasen

Dampfbier ist nicht etwa ein Bier, das heiß serviert wird. Der Name des Gebräus bezieht sich auf die Herstellungsweise. Im späten 19. Jahrhundert fand die Gärung mit obergäriger Hefe in offenen Bottichen bei 18 bis 20 Grad statt. Dabei entwickelte sich schnell viel Kohlensäure, die im Schaum über der Flüssigkeit große Gasblasen bildete. Da diese ab und an zerplatzten, wirkte es so, als dampfe das Bier, erläutert die 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel in Bayern. (dpa)

Webseite der Grünen Woche

Webseite der Marillenhof-Destillerie

Informationen über das Dampfbier

Webseite der Firma Drobgen

Pflaumenmus aus Rumänien

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