Dienstag, 21. November 2017

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Allergiker, die unter Heuschnupfen leiden, sollten auf Nasensprays mit abschwellender Wirkung verzichten. Denn langfristig könnten die Schleimhäute dadurch dauerhaft anschwellen, erläutert Saphir Robert von der Verbraucher Initiative in Berlin.

Wer von Heuschnupfen betroffen ist, verzichtet besser auf handelsübliche Nasensprays mit abschwellender Wirkung. «Je häufiger Betroffene das Spray benutzen, desto stärker gewöhnt sich der Körper daran und schafft es nicht mehr, selbst dagegen anzukämpfen», sagt Saphir Robert von der Verbraucher Initiative in Berlin.

Besser keine Nasensprays

Eine bessere Alternative seien Nasenspülungen mit Salzwasser, da sie auf natürliche Weise wirkten und die Atemwege freimachten. Auch aufs Rauchen sollten Pollenallergiker verzichten. «Es schwächt das Immunsystem noch mehr, als es die Allergie ohnehin schon tut. Dadurch wird das Leiden noch größer.»

Zu Hause feucht wischen und selten lüften

Grundsätzlich sollten Heuschnupfengeplagte versuchen, den Kontakt mit Blütenstaub möglichst zu reduzieren. Ratsam ist es laut der Verbraucher Initiative, den Fußboden zu Hause häufig feucht zu wischen und nur selten zu lüften. «Wenn möglich, nur nach einem Regenguss, denn dann ist nicht so viel Pollenstaub in der Luft», betont Robert. Sinnvoll sei es zudem, das Lüften nach der jeweiligen Tageszeit zu richten: «Auf dem Land ist die Pollenkonzentration morgens am höchsten, in Innenstädten steigt sie erst im Laufe des Tages an.«

Robert empfiehlt zudem, bereits getragene Kleidungsstücke nicht im Schlafzimmer abzulegen, da Blütenstaub daran haftet. Aus den Haaren könne man den feinen Staub durch kräftiges Bürsten und Waschen entfernen - am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen. (dpa)

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