Mittwoch, 3. September 2014

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Foto: Anne Wall

Die Freunde des Alten Stadtbads engagieren sich für die Augsburger Jugendstilperle. Ihr einziges Bestreben: Der Erhalt des einzigartigen Kulturdenkmals am Leonhardsberg. Für die Mitglieder Glück und Leidenschaft in einem. Von Jule Woidich.

Das Eingangsportal des Bads liegt fast ein bisschen versteckt und kaum einsehbar an dem viel befahrenen Leonhardsberg in Augsburg. Doch kaum ist man die sechs Stufen hinauf gestiegen und steht in der Eingangshalle, merkt man nicht mehr, dass man mitten in der Innenstadt von Augsburg ist. In dieser besonderen Atmosphäre kann man von Anfang bis Ende des Badbesuchs entspannen und den Alltag vergessen.

Architektur. die begeistert

Die Strömung des Jugendstils war um die Jahrhundertwende, als das Bad gebaut wurde, sehr beliebt. Deshalb findet man im Stadtbad viele Merkmale dieses Baustils. Zum Beispiel florale Kacheln oder Fliesen, welche die Wände großzügig verzieren. Das gibt den Räumen und den beiden Schwimmhallen einen ganz besonderen Charme.

Bunte Glasfenster, Säulen, schmiedeeiserne Geländer sowie antik wirkende Brunnen ergänzen den stilvollen Gesamteindruck – ganz anders als in den Schwimmhallen, in denen man als Schüler so seine Bahnen zog. Wenn man nach dem entspannten Tag im Wasser noch Lust auf einen Kaffee oder einen kleinen Happen hat, gibt es gleich im Stadtbad noch ein kleines Café.

„Ein Juwel mitten in der Altstadt“, so nennt Franz Magnus Ragutzki das alte Augsburger Stadtbad. Er ist der Erste Vorsitzende des Vereins „Freunde des Alten Stadtbades“.

Initiative rettet Bad

Das Hauptinteresse dieses Vereins, der seit 2010 besteht, ist der Erhalt des einzigartigen Kulturdenkmals am Leonhardsberg 15. Er entstand aus der Bürgerinitiative zur Rettung des Bades, das 2010 eigentlich verkauft werden sollte. Dank 17 000 engagierten Bürgern konnte das verhindert werden und im Zuge dessen gründete sich der Verein.

Seitdem kümmern sich die aktiven Mitglieder um Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Spenden, aber auch um kleinere Handwerksarbeiten. „Zurzeit sind es 122 Mitglieder, die das Stadtbad unterstützen und wir freuen uns immer über neue Anmeldungen“, so Ragutzki. Die Mitglieder kommen aus Augsburg und dem näheren Umland, aber auch aus München.

Im März dieses Jahres jährt sich die Eröffnung des alten Stadtbades bereits zum 110. Mal. Das wird mit einem Festwochenende vom 1. bis 3. März gefeiert. „Wir erstellen gerade ein schönes und abwechslungsreiches Festprogramm“, berichtet Anna Gaßner, Schriftführerin des Vereins sowie Pächterin des Restaurants und Wellnessbereichs.

Geschichte erleben

Der Verein bietet auch Führungen durch das Stadtbad an. Seit zwei Jahren gibt es außerdem das Buch „Altes Stadtbad – 100 Jahre Geschichte“. Darin befinden sich kleine Geschichten und historische Bilder, die über das Stadtbad im Wandel der Zeit berichten.

Die Frage, warum die beiden Vereinsmitglieder Ragutzki und Gaßner sich ehrenamtlich für das Bad engagieren, erübrigt sich im Gespräch. Ihr Enthusiasmus und ihre Liebe zu dem alten Bad sind nicht zu überhören. „Wenn ich einmal im Lotto gewinnen sollte, würde ich davon das Stadtbad sanieren“, unterstreicht Ragutzki sein Engagement.

www.wellness-cafe-im-alten-stadtbad.de

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