Dienstag, 21. November 2017

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„Sei Du selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst“

Am 12. Mai wird international der Tag der Pflege gefeiert. Es ist der Geburtstag von Florence Nightingale, die als eine Pionierin der modernen Krankenpflege gilt. Das jeweilige Motto wird von der internationalen Pflegevereinigung ICN (International Council of Nurses) beschlossen. Dies ist ein Zusammenschluss von mittlerweile mehr als 130 internationalen Berufsverbänden der Pflege. Er vertritt weltweit Millionen von Pflegenden.

In diesem Jahr rückt der Tag der Pflege die „Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele“ in den Fokus, die von den Vereinten Nationen formuliert worden sind. In unterschiedlichen Aktionen werden diese Zielvorgaben genauer erläutert und es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Menschen, die in der Pflege tätig sind, tagtäglich zur Verwirklichung dieser nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen, da sie für die Gesundheit von Milliarden von Menschen rund um den Globus Sorge tragen.

Aufopferungsvoll und selbstlos machen sie den Leitspruch Mahatma Gandhi zu ihrem Lebensprinzip: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst. “

Mehr Anerkennung für die Pflege

Die große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland (95 Prozent) schätzt den Wert der Pflege sehr hoch ein und hält den Pflegeberuf für einen fachlich anspruchsvollen Beruf mit Zukunft.

98 Prozent sind der Meinung, dass Pflegende mehr Anerkennung für ihre Arbeit erhalten sollten. Das ist das Ergebnis einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage von Infratest dimap 2016. Die große Mehrheit der Bevölkerung hält zudem die Leistungsverbesserungen, die in dieser Wahlperiode auf den Weg gebracht wurden, für wichtig und richtig: 97 Prozent finden es richtig, Angehörige bei der Pflege zu Hause weiter zu entlasten, damit sie die Pflege und ihren Alltag vereinbaren können.

Seit dem 1. Januar 2015 können Unterstützungsleistungen, wie z. B. Tages- und Nachtpflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege besser in Anspruch genommen werden. 66 Prozent der Bevölkerung sehen es zudem als essentiell an, dass demenziell Erkrankte künftig einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung erhalten.

Durch zahlreiche Änderungen trägt der Gesetzgeber dazu bei, die Situation der Pflege in Deutschland nachhaltig weiter zu verbessern: Seit 1. Januar des Jahres gelten bundesweit ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsinstrument zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Die die dahin geltenden drei Pflegestufen wurden durch fünf Pflegegrade abgelöst. Damit kann besser erfasst werden, was Pflegebedürftige noch selbst können und wo sie Hilfe benötigen – unabhängig davon, ob sie an einer Demenz oder an körperlichen Einschränkungen leiden. Demenziell Erkrankte erhalten dadurch erstmals gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Gleichzeitig setzt die Hilfe künftig deutlich früher an: In den nächsten Jahren werden bis zu 500.000 Menschen zusätzlich erstmals Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Auch die Situation in den Pflegeeinrichtungen wird sich verbessern: So mussten bis Herbst 2016 neue Pflegesätze vereinbart und damit auch die Personalausstattung in den Einrichtungen überprüft und an den Bedarf angepasst werden. Dadurch können die Verantwortlichen auf Landesebene und die Pflegeeinrichtungen für nachhaltige Verbesserungen in der Personalsituation sorgen. Zudem wird die Pflege-Selbstverwaltung gesetzlich verpflichtet, ein wissenschaftliches Personalbemessungssystem zu entwickeln und zu erproben.

Text: Bundesministerium für Gesundheit/oH

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