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Leah-Anne Thompson - Fotolia.com

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Die Pfarreien geben sich heute große Mühe, die Kinder Schritt für Schritt  auf ihre Erstkommunion vorzubereiten. Etwas Kopfzerbrechen bereitet den Neun- und Zehnjährigen allerdings noch die Beichte.

„Ich finde das Basteln am Schönsten“. Die neunjährige Katrin weiß genau, was ihr am Vorbereitungsunterricht für die Kommunion gefällt. Seit Wochen besucht sie gemeinsam mit den anderen Erstkommunionkindern einmal pro Woche den Unterricht. Die Mädchen und Jungen erfahren Geschichten aus dem Leben von Jesus. Wie er gelebt hat, was ihm wichtig war, wie und warum er gestorben ist. Sie lernen die Bibel kennen und sprechen über das letzte Abendmahl. Es wird gebetet und auch gebastelt. Jedes Kind hat einen Regenbogenfisch mit Glitzerschuppen gestaltet und den Fisch mit einem Foto von sich versehen. Der wurde dann in der Kirche aufgehängt, damit die Gemeinde auch ganz genau weiß, welche Kinder in diesem Jahr zur Erstkommunion gehen.

Beichte muss sein

Etwas Kopfzerbrechen bereitet den Neun- und Zehnjährigen noch die Beichte. „Ich weiß gar nicht genau, was ich da sagen soll“, meint etwa Luise. Doch Vorgespräche mit dem Pfarrer und den Katecheten nehmen ihnen die Angst vor dem „Sich-Aussprechen-mit-Gott“. Die Beichte ist die Voraussetzung dafür, dass sie am Weißen Sonntag feierlich in die Gemeinde aufgenommen werden und zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen dürfen. Das bedeutet nämlich das Wort Kommunion: In der Gemeinschaft der Gläubigen während einer Messe die Eucharistie zu feiern. „Ich finde es toll zur Kommunion zu gehen, weil ich dann endlich auch die Hostie bekomme“, erzählt Katrin.

Jedes Detail ist wichtig

Die Kinder sind aufgeregt und freuen sich auf den großen Tag. Alles wird ganz genau besprochen: „Nimmst du deine Taufkerze oder hast du extra eine Kommunionkerze?“ „Geht ihr essen oder feiert ihr zu Hause?“ „Was wünschst du dir zur Kommunion“? Jedes Detail ist wichtig. Die Größe und Gestaltung der Kerze, die Farbe der Einladungskarten und natürlich das passende Outfit für den Weißen Sonntag.

Viele Gemeinden sind inzwischen dazu übergegangen, die Kinder mit einheitlichen „Kutten“ auszustatten, um zu verhindern, dass die Kleidung wichtiger wird als das Fest. Das schont den Geldbeutel der Eltern und bedeutet auch deutlich weniger Stress. Allerdings wünschen sich die meisten Kinder dennoch ein festliches Kleid, eine neue Hose mit schickem Hemd und neue Schuhe. Viele Mädchen tragen einen Haarschmuck. Das war früher ein selbst gemachter Kranz aus Blumen oder Schleierkraut. Heute kann man einen Haarkranz beim Floristen machen lassen oder man wählt einen aus Tüll und Perlen. Manche mögen es aber auch schlichter und entscheiden sich für Haarspangen mit kleinen weißen Blüten.

Katecheten bereiten vor

Einen großen Beitrag zum Gelingen des Tages tragen die Katecheten bei. Immer häufiger werden die Kinder nämlich von Müttern oder Vätern einiger Kommunionkinder unterrichtet. Die Glaubensweitergabe ist den Eltern ein Anliegen und den Pfarreien ist es wichtig, dass sich möglichst viele bei dieser Aufgabe einbringen. Die Neun- und Zehnjährigen werden von ihnen mit viel Engagement auf den großen Tag vorbereitet. Und wenn die Mädchen und Jungen den ersten großen Schritt in die Erwachsenengemeinde gehen, sind Kommunionkinder und Katecheten gleichermaßen stolz.

Beate Fuchs /dtd

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