Montag, 20. Mai 2013

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Chemikalien aus importierten Textilien belasten laut einer Greenpeace-Untersuchung deutsche Gewässer. Was es damit auf sich hat und worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten, um sich vor Chemie in Kleidung zu schützen, erfahren sie hier.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Dienstag (20. März) eine Studie zu Rückständen der hormonell wirksamen Nonylphenolethoxylate (NPE) in Import-Textilien veröffentlicht. NPEs gelten für Menschen zwar nicht als unmittelbar gesundheitsschädlich. Ein beträchtlicher Anteil der Belastung wird laut Studie auch meist schon durch einen Waschgang in der herkömmlichen Waschmaschine herausgeschwemmt. Allerdings gelange NPE dadurch in die Kanalisation und in die Kläranlagen, und darüber wiederum in die Umwelt. In der Europäischen Union sei die Verwendung von NPEs in der Produktion verboten oder stark eingeschränkt, kritisiert Greenpeace.

Generell kann mit Chemikalien behandelte oder schadstoffhaltige Kleidung dem Menschen schaden. Vor dem Kauf lasse sich diese allerdings nur schlecht ausmachen, erläutert Andreas Metzger vom TÜV Rheinland in Köln. Denn allergische Farb- oder hautreizende Schadstoffe würden nicht durch das Anziehen, sondern erst durch längeres Tragen ihre Wirkung zeigen. Einen Hinweis könne aber oft die Nase geben: «Riecht etwas nicht angemessen, sollte man die Finger davon lassen», rät Metzger.

Darüber hinaus geben Kennzeichen wie das Europäische Umweltzeichen oder das Tooxproof-Label vom TÜV Rheinland Auskunft, zum Beispiel ob gesetzliche Grenzwerte eingehalten wurden. Und das Label Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziere Klamotten aus Naturfasern, erläutert Metzger.

Ob Metall an der Kleidung - etwa Knöpfe oder Schnallen - nickelhaltig ist und die Haut von Allergikern reizt, könne ein Nickelreibetest aus der Apotheke zeigen. «Aber das geht nur, wenn der Knopf nicht mit einer Lackschicht überzogen ist.» (dpa)

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