Sonntag, 22. Oktober 2017

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Contra

  • Wer keine Lust auf Kochen hat, der wird sich mit der veganen Ernährung schwer tun. Um eine vollwertige Nahrungsaufnahme zu gewährleisten kommt man als Veganer kaum ums eigene Kochen herum, es sei denn man wohnt in Großstädten wie Berlin oder München, wo es bereits ein großes Angebot an veganen Restaurants gibt. Doch vegan kochen ist nicht komplizierter als das Kochen mit tierischen Produkten und kann auch von Kochmuffeln erlernt werden.
  • Es gibt Gegner des veganen Lebensstils, die bemängeln, dass die vegane Ernährung teuer sei. Nun gut, wer sich als Veganer jeden Tag von Mandelmus (500 g kosten um die 15 Euro), Kakaobutter, Tonnen an Cashewkernen und frisch gepflückten Heidelbeeren ernähren möchte, der wird seinen Geldbeutel schon ganz schön beanspruchen. Doch mal ganz ehrlich, Hülsenfrüchte, Getreide und saisonales Obst und Gemüse werden Fleisch im Preis niemals überbieten. Viele Discounter haben pflanzliche Milch zum fairen Preis im Sortiment und wer ein bisschen auf Angebote schaut, kann sich durchaus preiswert und gleichzeitig vollwertig ernähren.
  • Wer bei seiner veganen Ernährung nicht auf Tofu und andere tierfreie Spezialitäten verzichten möchte, muss schon öfters den Gang ins Reformhaus oder einen Naturkostladen einplanen. Dass ist in großen Städten nicht weiter problematisch, kann sich in ländlichen Regionen jedoch schwieriger gestalten. Etwas mehr Zeit beim Besorgen der Lebensmittel muss unter Umständen also eingeplant werden.
  • Leuten, die für ihr Leben gern Essen gehen, könnte die vegane Lebensweise einiges abverlangen. Man muss sich vor allem in ländlichen Regionen an schräge Blicke seitens des Küchenpersonals gewöhnen, wenn man in einem deutsche Gasthof nach veganen Speisen frägt. Man kann sich außerdem nur durch Nachfragen davon überzeugen, dass auch Gerichte wie Pizza ohne Käse wirklich vegan sind, denn selbst im Pizzaboden werden oftmals Milch oder Eier verarbeitet. Und manchmal weiß nicht einmal der Koch selbst, was er in sein Essen gibt. Wer also nicht jedes Mal mit leerem Magen nach Hause kommen möchte, wird über kurz oder lang einfach selber kochen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und es besteht die Hoffnung, dass vegane Gerichte immer häufiger auf den Speisekarten der Lokale zu finden sind.

 

Pro

  • Es schmeckt! Wer sich ein bisschen Zeit fürs Kochen nimmt und einfach mal etwas experimentiert wird schnell merken, welch Köstlichkeiten man auch ganz ohne Fleisch, Milch und Eier zaubern kann. Aussagen wie "Das schmeckt ja total gut, obwohl es vegan ist.", bekommt man von Bekannten zu hören, die man zum Essen einlädt. Nein, nicht obwohl, sondern gerade weil es vegan ist, schmeckt es so gut. Wir haben verlernt, den ursprünglichen Geschmack von Gemüse oder einzelnen Zutaten zu mögen. Stattdessen wird unser Geschmackssinn durch zu viel Salz, Zucker und Geschmacksverstärker abgestumpft. Vegan und vollwertig bedeutet sich auch auf das Wesentliche zu konzentrieren, außerdem auch einen hohen Anteil roh zu essen und das schmeckt man am Ende bei den Gerichten ganz deutlich.
  • Es tut gut! Tierische Produkte fördern die Übersäuerung unseres Körpers. Dadurch verschiebt sich das sensible Säure-Basen Gleichgewicht und wir reagieren mit ständiger Müdigkeit, Lustlosigkeit und Völlegefühl. Eine rein pflanzliche Ernährung kann dem entgegensteuern und so ist es nicht verwunderlich, dass viele Veganer von gesteigertem Bewegungsdrang, mehr Konzentrationsfähigkeit und bessere Laune berichten. Außerdem kann man dadurch direkt den häufigsten Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder einem hohen Cholesterinspiegel entgegenwirken.
  • Man tut nicht nur sich etwas Gutes. Auch unser Planet bedankt sich bei den Veganern, die einen deutlich besseren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als Fleischesser. Wenn alle Menschen ihr Auto stehen lassen würden, würde es nicht so einen positiven Effekt auf unsere Umwelt haben, als wenn alle vegan leben würden.

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Eine vegane Sandwich-Bar für Augsburg

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