Samstag, 24. Februar 2018

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Sanierung von „Königstraße 44“ mit Denkmalpreis prämiert

Die Königstraße in Dillingen trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Herrschaftliche Gebäude säumen die breite, mit Kopfsteinpflastern ausgelegte Straße und stehen dem Spaziergänger oder Durchfahrenden majestätisch Spalier. Jedes einzelne der Häuser hat seine ganz eigene Geschichte.

Eines davon ist das Anwesen mit der Nummer 44. Nachdem Renate Wolf-Stern das alte Gebäude vor vier Jahren erworben hat, wurde es von ihr mit viel Liebe saniert und erstrahlt innen wie außen in neuem Glanz. Die gelungene Maßnahme wurde nun mit dem Denkmalpreis des Landkreises ausgezeichnet.

Erbaut vom Großonkel Mozarts

Das imposante Gebäude wurde zwischen 1661 und 1666 vom Großonkel Wolfgang Amadeus Mozarts, dem Augsburger Barock-Baumeister David Mozart, erbaut. Damaliger Besitzer war der fürstlich augsburgische Rat Johann Wolfgang Weiß. Nach einigen Besitzern aus Adel und Kirche, ging der herrschaftliche Giebelbau mit den dreiseitigen Erkern Anfang des 19. Jh. in bürgerlichen Besitz über. Um die Jahrhundertwende war das Erdgeschoss Sitz des 1. Dillinger Bankhauses, der Bayerischen Handelsbank. Die Fassade der Schauseite ist fast vollständig in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Das reich geschnitzte Türblatt, das heute in die Buchhandlung Brenner führt, stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Stilvoll und modern wohnen

Durch die Grundsanierung dieses Denkmals sind mitten im alten Zentrum der Stadt stilvolle, moderne Wohnungen mit Aufzug und größtenteils Balkonanlage entstanden. Mit viel Flair, einer herrlichen Aussicht – besonders über die neuen, hoch liegenden Gauben – und dem begrünten Innenhof mit italienischen Brunnen sollen sie den Bewohnern ein Gefühl von Heimat und Ruhe vermitteln. Die letzten beiden Wohnungen, eine Vier- und eine Ein-Zimmer-Wohnung, werden noch 2018 beziehbar.

Top-Handwerker aus der Region

Durch die bestehenden rechtlichen Bedingungen, baulichen Vorgaben und vor allem durch bürokratische Hürden gestaltet sich die Sanierung eines alten Hauses nicht ganz einfach. So seien nach Angaben der Eigentümerin einige Kompromisse und Zugeständnisse an Zeitplanung und Gestaltung nötig geworden. „Gerade vor diesem Hintergrund“, sagt Eigentümerin Renate Wolf-Stern, „gilt mein großer Dank der Stadt Dillingen, und hier ganz besonders dem Stadtbauamt mit seinem Leiter und seinen Mitarbeitern“. Großes Lob erteilt Wolf-Stern ausdrücklich auch den ausführenden Handwerkern aus der Region, deren Zuverlässigkeit und Einsatz oft für den Ärger mit manch unsinniger Papierflut entschädigt hätten. pm/sis

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