Freitag, 24. März 2017

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Die weltgrößte Höhle Son Doong in Vietman bietet spektakuläre Einblicke ins Innere der Erde. Im kommenden Jahr sollen auch Besucherexpeditionen möglich sein. Die sind nichts für Ungeübte. Dennoch übersteigt die Nachfrage das limitierte Platzangebot.

Die größte Höhle der Welt öffnet bald für Touristen. Die erst vor gut 20 Jahren in Vietnam entdeckte Höhle Son Doong soll zunächst nur versuchsweise für Besucher zugänglich sein. Die Tourismusbehörde in der Provinz Quang Binh erlaubt von Februar bis August nächsten Jahres nur kleine Besucherexpeditionen mit jeweils bis zu acht Teilnehmern. «Danach werden wir entscheiden, ob wir die Höhle regelmäßig öffnen», sagte der stellvertretende Direktor, Nguyen Van Ky. «Wir werden untersuchen, ob die Besuche negative Umweltfolgen haben.»

Begrenzter Zugang

Die Touren müssen über den vietnamesischen Anbieter Oxalis gebucht werden. Der habe schon deutlich mehr Anfragen als Plätze für das kommende Jahr. Laut Oxalis dürfen 2014 insgesamt nur 220 Besucher in die Höhle.

Die Expedition ist nichts für Ungeübte. Son Doong liegt im Nationalpark Phong Nha Ke Bang rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Hanoi. Besucher müssen nach Angaben der Tourismusbehörde 17 Kilometer zur Höhle wandern. Die Expedition beginnt nach einer Übernachtung vor Ort. In der Höhle seien ungewöhnliche Steinformationen und Wasserbecken sowie einzigartige Flora und Fauna zu sehen, sagte Nguyen. Eine Tour kostet 3000 US-Dollar (2245 Euro) pro Besucher. Der Nationalpark ist von der UN-Kulturorganisation Unesco seit 2003 als Weltnaturerbe anerkannt.

Ein Riese unter der Erde

Einheimische der Region in Zentralvietnam nahe der Grenze zu Laos hatten die Höhle mit einem unterirdischen Fluss 1991 entdeckt. 2009 unternahmen britische Wissenschaftler eine erste Expedition. Sie fanden eine 6481 Meter lange Höhle, beschrieb der Forscher Howard Limbert später. Sie ist teils 150 Meter breit und 200 Meter hoch und damit größer als die bis dahin größte bekannte Höhle der Welt in Malaysia, die Deer-Höhle auf Borneo. (dpa)

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