Freitag, 24. November 2017

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Die kroatische Adria-Halbinsel Istrien erlebt eine Renaissance als Reiseziel. Neben dem klassischen Badeurlaub gewinnt das romantische Hinterland mit seinen Steindörfern und Weinstraßen zunehmend an Bedeutung. Attraktive Wellnessangebote, kulinarische Spezialitäten wie die weißen Trüffel und einzigartige Kulturdenkmäler wie die römische Arena in Pula machen Istrien auch in den Nebensaisonen zum Top-Reiseziel.

Besonderen Charme versprüht auch die Adria-Perle, die Stadt Rovinj. Wie ein überdimensionaler Wetterhahn krönt die riesige, durch den Wind drehbare Kupferskulptur eines Mädchens mit Wagenrad und Palmzweig den 60 Meter hohen Glockenturm der Basilika der Stadt: Euphemia ist die Schutzheilige der wie eine Muschel ins Meer hinausragenden Stadt. Als 15-Jährige war sie wegen ihres christlichen Glaubens gefoltert und getötet worden. Vor rund 1200 Jahren wurde der zuvor in Konstantinopel aufbewahrte Marmorsarkophag – so die Legende – auf geheimnisvolle Weise von den Wellen des Meeres in Rovinj angeschwemmt.

Venezianischer Barock

Die klassizistische Kirche mit Fundamenten aus dem 5. Jahrhundert ist traditionsgemäß eines der ersten Ziele der Besucher. Durch verwinkelte Gässchen führt der steingepflasterte Weg hinauf zur venezianisch-barocken Basilika. Dabei spaziert man vorbei an unzähligen Galerien mit malerischen, blumenüberwucherten Innenhöfen, kleinen Boutiquen und einladenden Restaurants.

Einstige Inselstadt

Von der Basilika aus eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama auf die buckelige Dächerlandschaft und die buchtenreiche Küste mit ihrer vorgelagerten Inselwelt. Dass Rovinj oftmals als die „italienischste Stadt Istriens“ bezeichnet wird, kommt nicht von ungefähr, denn von 1283 bis 1797 war die einstige Inselstadt, die erst 1763 durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden wurde, unter venezianischer Herrschaft.

Botanische Gartenanlage

Bei einem Stadtbummel sollte man sich für einen Besuch des barocken Heimatmuseums und einer wunderschönen, botanischen Gartenanlage ausreichend Zeit nehmen: Vom Yachthafen gelangt man in den 100-jährigen, 52 Hektar großen Wald- und Landschaftspark am Zlatni Rt, der auch mit idyllischen Badeplätzen aufwartet.

Besuch in der Valentino-Bar

Zum genussvollen Tagesausklang darf ein Besuch in der Valentino-Bar nicht fehlen. Am besten in einem bequemen Korbsessel oder mit dickem Kissen direkt auf den Altstadtfelsen am Meer den Sonnenuntergang beobachten. (art/bif)

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