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Der Markusplatz ist der bekannteste Platz Venedigs. Täglich strömen Touristen über die Piazza San Marco, fotografieren die Sehenswürdigkeiten, füttern die Tauben und feilschen mit den Händlern. Doch die wenigsten Besucher halten länger inne. Von Aliki Nassoufis.

Der Markusplatz ist der bekannteste Platz Venedigs. Täglich strömen Touristen über die Piazza San Marco, fotografieren die Sehenswürdigkeiten, füttern die Tauben und feilschen mit den Händlern an den fahrbaren Ständen. Doch die wenigsten Besucher halten länger inne. Das ist schade. Wer Zeit hat, sollte sich zumindest einen Tag Zeit nehmen, um den „schönsten Festsaal Europas“ zu genießen, wie Napoleon ihn nannte.

Die Erkundungstour beginnt am besten früh morgens. Wenn die Sonne ihre ersten Strahlen in die Stadt schickt, taucht sie den Markusplatz in ein mystisches Licht. Vor allem aber hat man ihn dann noch fast für sich allein. Nur ein oder zwei Jogger kreuzen den Platz, und die ersten Pendler eilen hinüber zur Bootsanlegestelle. Doch es dauert nicht lange, schon öffnen Händler ihre Stände, räumen die Cafés und Restaurants ihre Tische und Stühle auf die Piazza.

Noch vor den anderen Touristen in den Dogenpalast

Dann lohnt sich ein Besuch im Dogenpalast, bevor die Warteschlangen dort zu lang werden. Neben riesigen Gemälden von Tintoretto kann man in dem prunkvollen Bau den Sala del Maggior Consiglio besichtigen, den größten ungestützten Saal Europas. Außerdem geht es von diesem ehemaligen Sitz der venezianischen Regierungen über die weltberühmte Seufzerbrücke in das Gefängnis, in dem schon Casanova einsaß. Noch heute kann man die damalige bedrückende Atmosphäre erahnen, erstreckt sich das fast fensterlose Gefängnis doch über mehrere Etagen im Keller.

Atemberaubende Augenblicke in der Basilica di San Marco

Freundlicher geht es in der Basilica di San Marco zu. Sie war einst die Kapelle des Dogen. Atemberaubend verziert Während der alte Marmorboden im Lauf der Jahre uneben geworden ist, verschlagen einem die Wände und die großen und kleinen Kuppeln beim Eintritt in den Markusdom den Atem: Auf einer Gesamtfläche von mehr als 4200 Quadratmetern schmücken filigrane Verzierungen – meist in Gold – den Bau. Diese Mosaiken brachten dem Dom auch den Namen „Goldene Basilika“ ein. Ein Muss ist der Besuch im Campanile, dem roten Turm mitten auf dem Markusplatz. Der Ziegelbau diente einst Seefahrern als eine Art Leuchtturm, heute hat man von der Aussichtsplattform einen schönen Blick über die Lagunenstadt.

Kaffee schlürfen auf dem Markusplatz

Entspannung bieten auch die Caféhäuser auf dem Markusplatz. Das Älteste ist das „CafféFlorian“. Dutzende Kellner eilen zwischen den Tischen hin und her und bringen auf silbernen Tabletts Kaffee, Kuchen und andere Erfrischungen. Das ist zwar alles andere als billig – ein einfacher Kaffee kostet mindestens fünf Euro –, doch dafür bekommt man eben auch mehr als nur ein Getränk: Vor dem Tisch erstreckt sich die gesamte Weite des Markusplatzes samt hauseigener Musikgruppe. Am Abend schließlich lohnen sich ein Besuch bei der angestrahlten Seufzerbrücke oder ein Bummel über den wieder etwas leereren Platz.

Empfehlenswert ist auch ein Konzert in einer der ältesten Kirchen der Stadt, der Ateneo San Basso. Sie ist zwar deutlich kleiner als ihr direkter Nachbar, der Markusdom. Doch das Kammerorchester di San Marco hat sich einem der berühmtesten Venezianer verschrieben: Fast täglich spielen die Musiker unter dem Kirchdach Stücke von Antonio Vivaldi.

Mehr Infos

www.enit.de

www.turismovenezia.it

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