Sage und schreibe 909545 Zeitarbeitnehmer meldet die Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30. Juni 2011 – das sind 10,45 Prozent mehr als noch im Dezember 2010 (823009). Ende Januar hat die BA ihre halbjährliche Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland veröffentlicht.
„Die Zahlen spiegeln den Konjunkturverlauf der deutschen Wirtschaft wider. Die Zeitarbeitsbranche hat damit auch in der Phase des Aufschwungs bewiesen, dass sie für ein flexibles und schnelles Reagieren auf wechselnde Anforderungen nationaler wie auch internationaler Märkte unverzichtbar ist“, äußerte sich Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) zum jüngsten Zahlenwerk der BA.
Eine echte Chance
Dabei habe sich erneut herauskristallisiert, dass die Zeitarbeit vor allem auch für ungelernte Hilfskräfte eine echte Chance sowohl für den Einstieg als auch auf dem Arbeitsmarkt an sich bietet – die Zahl stieg von 282536 auf 302178, was einem Plus von 6,9 Prozent entspreche.
Damit bilden ungelernte Hilfskräfte mit 30 Prozent die stärkste Gruppe der Branche. 330492 Zeitarbeitnehmer waren zum Stichtag 30. Juni 2011 vorher arbeitslos, 59302 galten sogar als langzeitarbeitslos.
Die Zeitarbeitsbranche, so Stolz, sei längst zu einem Synonym für den Wiedereinstieg in die Berufswelt geworden – und biete sogar eine doppelte Chance: „Neben der Festanstellung im Zeitarbeitsunternehmen haben Zeitarbeitnehmer außerdem die Aussicht, von einem Kundenunternehmen der Zeitarbeitsfirma ins eigene Stammpersonal übernommen zu werden. Dieser Übernahme-Effekt liegt laut iGZ-Mittelstandsbarometer bei 35 Prozent.“ pm
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