Dienstag, 21. Mai 2013

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Foto: Bene/dpa/tmn

Café, Bibliothek oder der eigene Küchentisch? Freiberufler haben oft nicht genug Geld für ein eigenes Büro. Darunter leiden Arbeit und Freizeit. Co-Working schafft Abhilfe. Von Aline Ehrenreich.

Zuerst einmal scheint es verlockend, freiberuflich tätig zu sein. Man ist sein eigener Herr, niemandem Rechenschaft schuldig. Das hat aber auch seine Schattenseiten. Oft können sich Freelancer kein Büro leisten und das hat seine Nachteile.

Das Leid des Bürolosen

Verständlich, dass die Arbeit leidet, wenn die eigene Küche gleichzeitig der Arbeitsplatz ist. Da steht man dann doch mal eine halbe Stunde später auf, stopft zwischendurch die Wäsche in die Waschmaschine oder schaltet den Laptop auch spät abends noch einmal ein, um nur mal eben die E-Mails zu checken - und dann doch wieder über eine Stunde davor zu sitzen. Arbeit und Freizeit vermischen sich. Und beide Bereiche leiden darunter.

Co-Working in Augsburg: max 30.1

Eine Lösung für dieses Problem sind sogenannte Co-Working-Arbeitsplätze. Das englische Wort Co-Working bedeutet so viel wie "zusammen arbeiten". Co-Working-Spaces gibt es mittlerweile in fast allen größeren Städten Deutschlands - auch in Augsburg. Das max 30.1 befindet sich zentral gelegen in der Maximilianstraße und bietet auf 300 Quadratmetern 40 Arbeitsplätze. Hier kann man sich zu verschiedenen Konditionen einen Schreibtisch auf Zeit mieten.

Ein vielbeschäftigter Journalist benötigt das Büro nur drei Tage die Woche? Ein Programmierer möchte gleich einen ganzen Monat mieten? All das ist kein Problem. Die Buchungstermine sind flexibel. Ein Tag kostet zum Beispiel zwölf Euro, ein Monat Schreibtischbenutzung inklusive Schlüssel, Schließfach, Briefkasten und Mitbenutzung des Meetingraumes 179 Euro. In den Preis eingeschlossen sind WLAN und - ganz wichtig - die Kollegen.

Inspirationsquelle Kollegen

Viele Co-Worker schätzen nämlich gerade den Kontakt zu anderen Freiberuflern. Man kann sich austauschen, mal über seinen eigenen Horizont hinausblicken und somit neue Inspiration finden. Nicht selten entsteht eine interessante Zusammenarbeit, bei der auch viele wirtschaftlich nützlichen Kontakte geknüpft werden.

Ein weiterer Vorteil ist sicherlich auch die soziale Kontrolle. Sind Kollegen im Raum, arbeitet man effektiver und legt nicht nach jeder Stunde schon wieder eine Pause ein, um mal eben wieder die Wäsche zu waschen oder die Kaffeetasse abzuspülen. Denn das kann man dann abends machen, wenn man nach Hause kommt.

Für wenig Geld zum Schreibtisch außerhalb der eigenen vier Wände - Co-Working macht das zum geringen Preis möglich.

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