Samstag, 18. November 2017

Themenwelten   |   Wirtschaft

Termin- und Leistungsdruck am Arbeitsplatz, ständige Erreichbarkeit oder zu viel Computer und Fernsehen. Die Risiken für Schlafstörungen sind zahlreich - und die Zahl der Betroffenen wächst.

Immer mehr Menschen in Deutschland können nach einer Untersuchung der DAK-Gesundheit schlecht ein- und durchschlafen. Folgen seien Müdigkeit und Unkonzentriertheit bei der Arbeit sowie eine steigende Zahl von Fehltagen. Auch die Gefahr von Medikamentenmissbrauch nehme zu.

Seit 2010 seien die Schlafstörungen bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2017 «Deutschland schläft schlecht - ein unterschätztes Problem» hervor, den die gesetzliche Krankenkasse in Berlin vorstellte.

Unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung leide jeder zehnte Arbeitnehmer (9,4 Prozent), ein Anstieg von 60 Prozent seit 2010. Frauen seien mit elf Prozent etwas häufiger davon betroffen als Männer mit acht Prozent. Bei der Befragung berichteten der DAK zufolge etwa 80 Prozent der Erwerbstätigen von «Schlafproblemen». Fast die Hälfte sei bei der Arbeit müde.

Schlafstörungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit sind Schwerpunktthema der Krankenkasse für ihren diesjährigen Gesundheitsreport. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen nahmen demnach um rund 70 Prozent auf jetzt 3,86 Tage je 100 Versicherten zu. Eine Krankschreibung aus diesem Grund habe im Schnitt 10,9 Tage gedauert.

Allerdings versuche die große Mehrheit, allein mit den Schlafstörungen zurechtzukommen und gehe nicht zum Arzt. Lediglich 4,8 Prozent der Erwerbstätigen seien im vergangenen Jahr deswegen in den Praxen gewesen. Selbst Arbeitnehmer mit Insomnie gingen meist nicht zum Arzt. Rund 70 Prozent der Betroffenen lassen sich der Untersuchung zufolge nicht behandeln.

Schlafstörungen sind häufig Folge oder Ursache von psychischen Störungen wie Depressionen und Angstzuständen. Mehr als jeder dritte Patient bekomme deshalb eine Psychotherapie, jeder zweite Medikamente. Im Vergleich zu 2010 nähmen heute mit 9,2 Prozent fast doppelt so viele der 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer Schlafmittel. Jeder zweite kaufe dabei Schlafmittel ohne Rezept - und meist ohne ausreichende Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen. Fast jeder Vierte nehme Schlafmittel länger als drei Jahre.

Schlafstörungen können unterschiedliche Ursachen haben - vom bloßen Lärm in der Nacht über Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie bis hin zu einem generell falschen Umgang mit Schlaf.

RKI zu Schlafstörungen

Gesundheitsblatt RKI

DAK Gesundheitsreport 2017

Weitere Themen

Ihr Fachmann vor Ort KVO 18.11. LN, LW 22.11.17 EL

Ihr Fachmann vor Ort KVO 18.11. LN, LW 22.11.17 EL: Das passt! Das passt!

Liebevoll arrangierte Keramikfiguren, Steinmännchen, bunte Armbänder und niedliche Mobile, die von der Decke baumeln: Wenn man den kleinen Geschenkeladen von Johanna Riegel...

Gartenbau Kraus - Neu gestaltete Außenanlage in Kaisheim

Gartenbau Kraus - Neu gestaltete Außenanlage in Kaisheim: Schlüsselfertige Traumgärten vom Profi Schlüsselfertige Traumgärten vom Profi

Neuer Kraus Musterpark in Kaisheim setzt neue Maßstäbe – Eröffnung 2018

Fachhändler vor Ort - November

Fachhändler vor Ort - November: Wir machen Sie wieder mobil! Wir machen Sie wieder mobil!

Das Sanitätshaus Archinger in Neuburg bietet Orthopädie-Technik für höchste Ansprüche

Bilder (2)

Leben In

Finanzrechner

Die regionale Jobbörse

Wirtschaftsschaufenster

Das große Währungsquiz
Umfrage
Wie legen Sie Ihr Geld an?

Unternehmen aus der Region

Wirtschafts-Quiz