Samstag, 25. Februar 2017

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Immer weniger Lehrer gehen wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand. Der Wert sank sogar auf den niedrigsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung. Grund könnten die neu eingeführten Versorgungsabschläge ein.

In Deutschland gehen immer weniger Lehrer wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand. Von den 20 900 verbeamteten Lehrern, die 2011 pensioniert wurden, waren es gerade mal 4000 - der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung 1993, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Zehn Jahre vorher war mehr als jede zweite Lehrkraft wegen Dienstunfähigkeit pensioniert worden. Möglicher Grund für den Rückgang: Die Einführung von Versorgungsabschlägen bei vorzeitiger Pensionierung im Jahr 2001. Seitdem sinkt die Zahl der Frühpensionierungen wegen Dienstunfähigkeit kontinuierlich.

Inzwischen gehen 91 Prozent des Lehrpersonals nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand. Im Durchschnitt waren Lehrer im Jahr 2011 bei ihrem Ausscheiden 62,9 Jahre alt. Die Dienstunfähigen verließen die Schule mit durchschnittlich 58,2 Jahren.

Anfang 2012 erhielten insgesamt 308 900 ehemalige Lehrkräfte Ruhestandsbezüge, 14 100 mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent. Der Grund: In den 1970er Jahren wurden überdurchschnittlich viele Lehrer eingestellt, die nun ausscheiden. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die hohe Zahl an Pensionierungen die nächsten zehn Jahre anhält. (dpa)

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