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Bewerber sollten sich im Vorfeld darüber klar werden, welche Rolle sie in einem Assessment Center spielen wollen. «Es reicht nicht aus, authentisch und natürlich zu sein», sagt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin.

Bewerber müssten vor einem Assessment Center genau überlegen, in welcher Rolle man sich zeigen möchte: Als junger Hochschulabsolvent könne man sich etwa überlegen, ob man sich als Professor in spe präsentiert, der gerne forscht, oder ob man eher der praktische Typ ist, der die Ärmel hochkrempelt und anpackt. In jedem Fall müsse die ausgesuchte Rolle zum eigenen Typ passen. Das rät Jürgen Hesse.

Bewerber sollten sich immer vor Augen halten, worum es im Assessment Center geht. «Das Unternehmen will vor allem den Bewerber als Menschen kennenlernen.» Die Firma wolle an den Auswahltagen herausfinden, wie sich der Bewerber im Umgang mit anderen präsentiere und wie Mitbewerber auf den Kandidaten reagieren. Daher sollten Bewerber sich im Vorfeld überlegen, was die Personaler für ein Verhalten erwarten. An diesen Erwartungen richte man die eigene Rolle idealerweise aus.

Außerdem sollten die Teilnehmer bis zum Ende des Auswahlverfahrens vorsichtig sein. Auf keinen Fall darf man zu früh entspannen, warnt Jürgen Hesse. Denn auch wenn Bewerbern versichert werde, das Ende des Auswahlverfahrens sei nun für sie erreicht, könne noch eine abschließende Stellungnahme gefordert werden. Die abschließende Stellungnahme sei Teil des Spiels, sagt er. Viele Bewerber machen jedoch den Fehler, zu entspannen, wenn ihnen gesagt werde, dass es nun vorbei ist. Das ist jedoch oft eine Falle. Besser sei es daher, bis zur Abreise aufmerksam zu sein. (dpa)

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