Christoph Rehekampff aus Landsberg tritt bei „Jugend forscht“ an Von Christian Packheiser
Landsberg Ein wenig bizarr wirkt die Konstruktion schon, die Christoph Rehekampff voller Begeisterung mit gestikulierenden Armen und Händen gerade erläutert: Auf einem Bodengerüst aus Holzplatten und Elektrobauteilen sind dicke, zylindrisch gewundene Stäbe aus Kupfer und ein mit Draht umwickeltes Aluminiumrohr montiert. Darauf wiederum ist ein silbrig glänzender Schlauch aus Aluminium befestigt.
Das gelb leuchtende Hochspannungsschild warnt davor, dem Gerät zu nahe zu kommen, wenn es in Betrieb ist – denn es spuckt Blitze. „Bei dem Versuchsaufbau handelt es sich um einen Tesla-Transformator“, erklärt der 18-jährige Schüler des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums in Landsberg. Gebaut hat er ihn im Rahmen seiner Facharbeit im Leistungskurs Physik. Nun tritt er damit bei dem Wissenschaftswettbewerb „Jugend forscht“ an, der seit heute in Peiting auf Regionalebene ausgetragen wird. Mit seiner Tesla-Spule könne er Hochspannung im Bereich von 300000 Volt erzeugen, erklärt Christoph weiter. Das Ergebnis seien deutlich sichtbare, rund 70 Zentimeter lange Blitze, wenn der Aluminiumschlauch, der sogenannte Torus, seine Spannung abgibt und dabei die Luft in der Umgebung „ionisiert“.
Zudem könne er mit der Spule entfernte Neonröhren zum Leuchten bringen oder die Elektronik der Wohnzimmerlampe fernsteuern. „Ich war schon immer naturwissenschaftlich interessiert. Im Physikunterricht hat mich das Thema Elektrizität fasziniert“, erklärt Christoph sein Engagement als Nachwuchsforscher. Denn immerhin hat der Landsberger etliche Stunden in den Bau der Spule investiert, sich wochenlang mit der Theorie herumgeschlagen und nach Konstruktionsplänen recherchiert. Wenn der 18-Jährige nicht gerade Bücher wälzt, segelt er gerne auf dem Ammersee, beschäftigt sich mit Modellbau oder ist gerne mal nur mit seinen Freunden unterwegs. Nach dem Abitur im Mai will er Maschinenbau studieren. Dem Wettkampf in Peiting sieht er gelassen entgegen: „Ich lasse es auf mich zukommen.“
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