Illemad Nach eineinhalb Jahren intensiver Planung erfolgte kürzlich auf dem Grundstück beim Gasthof Müller in Illemad der Spatenstich für das Projekt Nahwärme Illemad. "Hier entsteht ein Leuchtturmprojekt, das zeigen wird, wie es funktioniert", blickte Heinrich Gärtner, Geschäftsführer der Betreiberfirma Bioenergie AG, in die Zukunft.

In wenigen Wochen werde eine Blockheizkraftwerk-Anlage mit Biogas-BHKW erstellt. Gereinigtes und entschwefeltes Biogas könne dann über eine Leitung mit 1,2 Kilometer Länge vom Maierhof nach Illemad gefördert werden, um dort elektrische Energie und Wärme zu erzeugen.
Etwa 20 Abnahmestationen sind momentan in Illemad geplant und Gärtner versprach: "Für jeden, der anschließt, wird sich dies enorm rentieren." 50 000 Liter Heizöl im Jahr werde sich Illemad sparen, rund 35 000 Euro Kaufkraft, die in der Gemeinde bliebe, unterstrich Uwe Appl, ebenfalls Geschäftsführer der Bioenergie AG, die Aussagen Gärtners. "Nach der Abgasreinigung entsteht Kohlendioxid und Wasser", erklärte Appl den Interessierten, die zum Spatenstich gekommen waren.
Nachdem das CO2 bereits vorher von den Pflanzen gebunden wäre, ergäbe sich eine negative CO2-Bilanz. Die Wärme werde über das Verteilnetz zu den Haushalten als Heizwasser gepumpt. Die Übergabe der Wärme erfolge durch installierte Wärmetauschersysteme. Die Effizienz und die möglichen Alternativen wurden geprüft von Joachim Herrmann von der Firma GP Joule, die seit 2003 im Geschäft ist.
Erneuerbare Energie bringt auch Arbeitsplätze
2004 wurde die erste Photovoltaik-Anlage am Maierhof gebaut, später auch die Bereiche Biogas und Wind aufgenommen. Mit dem Hinweis, dass 38 Mitarbeiter im Bereich der GP Joule tätig seien, davon neun direkt in Buttenwiesen am Maierhof, wollte Gärtner Aussagen widersprechen, dass erneuerbare Energien keine Arbeitsplätze bringen. Weiterhin dankte Gärtner Bürgermeister Norbert Beutmüller, der diesen Prozess mittrage. Uwe Appl ergänzte: "Dies ist ein weiterer Baustein für die Gemeinde Buttenwiesen, energieautark zu werden."
Bürgermeister Beutmüller selbst betonte: "Dies ist ein weiterer Schritt, die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu sichern." Er dankte ebenso dafür, dass regionale und örtliche Firmen in den Bau des Projekts einbezogen sind und stellte fest: "Buttenwiesen macht sich mit diesen Bausteinen zur Förderung und Nutzung regenerativer Energien bundesweit einen guten Namen." (bbk)
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