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18. April 2010 17:25 Uhr

Die Zusambrücke war die Themenvorgabe für die Künstler

Wertingen/Buttenwiesen Während der Vernissage zur 16. Jahresausstellung "Kunst im Schloss" prämierte man gestern drei von insgesamt 28 ausgestellten Arbeiten bayerischer Künstlerinnen und Künstler. Von Ulrike Hauke

Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier erinnerte in seiner Begrüßungsrede: "1985 hat sich Wertingen zum ersten Mal auf den schweren Weg gemacht, Kunst auch im ländlichen Raum zu etablieren." Mit Erfolg, wie sich zeigte. Der im vergangenen Jahr abgeschlossene Brückenbau über die Zusam gab dieses Mal das Thema vor.

"Überbrücken"

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Lehmeier meinte, auch in der Kunst heiße es öfters, Verschiedenes miteinander zu verbinden. "Überbrücken" war denn auch in der Ausschreibung zu lesen, die vor Monaten publiziert wurde und auf die sich 112 Künstler bewarben. 28 Arbeiten kamen dank einer Jury in die engere Wahl. Dieser gehörte auch Dr. Thomas Elsen von den Städtischen Museen Augsburg an. Elsen erläuterte während der Vernissage, warum man sich auf die letztendlich drei prämierten Objekte einigte. Auch sagte er: "So unterschiedlich diese Ausstellungsstücke sind, so unterschiedlich sind auch die Künstler."

Auch Buttenwiesen vergab einen Kunstpreis

Für "Kunst im Schloss" 2010 zeichneten nicht nur die Stadt Wertingen gemeinsam mit der Volkshochschule Zusamtal verantwortlich, sondern auch die Nachbargemeinde Buttenwiesen vergab einen Kunstpreis. Dieser ging an Selcuk Dizlek, der eigens einen abgedunkelten Raum für seine Objekte aus Acrylglas, Neon-Schnur und Perspex (synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff) in Anspruch nimmt.

"Ich freue mich, dass ich die Jury mit meiner Kunst überzeugen konnte", sagte der Schweinfurter Künstler. Bürgermeister Norbert Beutmüller bedauerte während seiner kurzen Rede eine zurückliegende Diskussion, ob man während Finanznot der Kommunen in Kunst investieren solle. "Das Wohl einer Gemeinde hängt sicher nicht vom Erwerb eines Kunstobjektes ab, würden wir das nicht tun, würde ein Stück Leben verloren gehen", überzeugte Beutmüller seine Zuhörer.

Pit Kinzer als einer der Preisträger der Stadt Wertingen, ist in der Zusamstadt kein Unbekannter. Heuer belegte er den zweiten Platz für seine beeindruckenden Bilder, die in Shanghai aufgenommen wurden.

Gebogen wie eine Brücke

Den ersten Platz bei der Jury nahm der gebürtige Japaner und seit 1976 in Fürth lebende Künstler, Kunihiko Kato ein. Eine sechsteilige Steinskulptur, gebogen wie eine Brücke, schlug der Bildhauer aus Granit. Dass seine Kunst die Wertinger überzeugt, stellte Kato schon 1999 unter Beweis. Auch damals prämierte man eine Holzskulptur Katos. Er sagte, es sei jetzt wieder eine große Überraschung gewesen: "Mein Anliegen ist es schon immer gewesen, Brücken zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu schlagen."

Eine Person dürfte die erfolgreiche Vernissage im Schloss besonders gefreut haben. Martha Binswanger organisiert und koordiniert seit Jahren die Veranstaltungen "Kunst im Schloss". Nicht zuletzt dank freiwilliger Helfer und dem Engagement der Jurymitglieder schaffe man es jedes Jahr, diese zum erfolgreichen Abschluss zu bringen, freut sie sich.

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