Die Mittelstands-Union Dillingen wendet sich gegen ein Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Dieses Projekt sieht vor, dass die teilnehmenden Unternehmen und öffentlichen Arbeitgeber Stellenbewerber anonym auswählen. Im ersten Schritt des Auswahlverfahrens sind den Arbeitgebern Name, Herkunft, Erscheinungsbild und Alter der Bewerberinnen und Bewerber nicht bekannt.
"Wir halten ein solches Pilotprojekt für völlig realitätsfern", erklärt Xaver Abele, Kreisvorsitzender der Mittelstands-Union Dillingen. Es sei legitim, dass sich ein Unternehmen vor der Stellenbesetzung und vor Bewerbungsgesprächen einen Gesamteindruck vom künftigen Mitarbeiter macht. Zu befürchten sei, dass über das Pilotprojekt das anonyme Bewerbungsverfahren in ganz Deutschland eingeführt wird, obwohl mehr Bürokratie und höhere Kosten zu erwarten seien. "Hier wird seitens der Politik wieder der Versuch unternommen, auf einen Prozess innerhalb der Wirtschaftsabläufe Einfluss zu nehmen, aus denen sich der Staat eigentlich herauszuhalten hat", schreibt Abele in einer Pressemitteilung.
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