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03. Februar 2012 16:32 Uhr

Schönes Anwesen in Pfaffenhofen

Investor für das denkmalgeschützte Schlickerhaus gesucht

Seit Jahren verfällt das Haus. Private Initiativen halten ein wenig dagegen Von Ulrike Hauke

Ein privater Investor für das Schlickerhaus am Ortsrand von Pfaffenhofen, wäre nicht nur für Richard Hiesinger ein Traum, sondern auch für Bürgermeister Norbert Beutmüller. So geschehen erst vor Kurzem in Wertingen, wo sich für das sogenannte Schusterhaus ein großzügiger Investor fand. Demnächst wird das Haus als Jugendkulturzentrum eröffnet.

Hiesinger äußert sich übers Schlickerhaus nicht nur als Buttenwiesener Gemeinderat, sondern auch als Mitglied der Pfaffenhofener Dorferneuerung: „Das ist ein historisch wertvolles Gebäude, weil alles noch so vorhanden ist, wie es früher war.“

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Erst im Sommer 2010 organisierten ein paar aktive Dorfbewohner eine Räumaktion rings um das denkmalgeschützte Haus: „Wir haben halt Schutt weggeräumt und Gestrüpp entfernt, um den schlimmsten Anblick zu entschärfen“, so Hiesinger, „wir haben vor, auch in diesem Jahr wieder was zu machen.“ Nach seinen Worten sei auch das Amt für Denkmalschutz bestrebt, das Gebäude zu erhalten, deshalb sei für einen Investor finanzielle Unterstützung von dieser Seite zu erwarten. In Sachen Dorferneuerung haben aber der Zehentstadel und der Pfarrhof Priorität, da für das Schlickerhaus nach wie vor kein Konzept für eine vernünftige Nutzung vorliegt.

Das bestätigte auch Bürgermeister Norbert Beutmüller: „Die Gemeinde müsste mindestens das Fünffache des Kaufpreises investieren, selbst wenn ein Plan über eine sinnvolle Verwendung vorliegen würde.“ Allein schon deshalb seien die vom Eigentümer geforderten 100000 Euro nach wie vor jenseits von Gut und Böse. Außerdem befänden sich innerhalb der Großgemeinde Buttenwiesen mehrere sanierungsbedürftige Sorgenkinder, sagte Beutmüller. Jedoch: „Obwohl bereits seitens der Gemeinde vor Jahren Zuschüsse für den damals geplanten privaten Umbau geleistet wurden und diese Gelder letztendlich verpufft sind, wäre eine Art von Anschubfinanzierung denkbar, sollte sich heute ein privater Investor einfinden.“ Schließlich sei das Schlickerhaus bislang kein Schmuckstück im Ort.

Ralph Pöllath, noch immer Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes, lebt seit vielen Jahren in München. Aus privaten Gründen, so gab er vor Jahren an, habe er den Umbau des Gebäudes eingestellt. „Noch habe ich kein ernst gemeintes Angebot von jemandem erhalten“, äußert er sich heute zu den Fragen nach einem Verkauf. „Mein Angebot ist auf der Internetseite des Amts für Denkmalschutz einzusehen.“

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