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31. Januar 2012 12:05 Uhr

Förderung

Mehr als ein Kindergarten

Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in Pfaffenhofen auf die Schule vorbereitet

Manches Kind fühlt sich in der SVE (schulvorbereitenden Einrichtung) wohler als in einem regulären örtlichen Kindergarten.
Foto: privat

Pfaffenhofen Nicht jedes Kind zwischen drei und sechs Jahren ist im örtlichen Kindergarten wirklich gut aufgehoben – die Förderung dort reicht für einige nicht aus, das Spielen und Lernen in der großen Gruppe fällt einigen schwer. Sprachliche Probleme, Auffälligkeiten im Verhalten, Konzentrationsschwierigkeiten und Entwicklungsverzögerungen können eine spezifische Förderung in einer schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) notwendig machen, die immer einem sonderpädagogischen Förderzentrum angegliedert ist.

Vorsorgeuntersuchung bringt Defizite an den Tag

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„Es erfordert Offenheit und Mut, den besonderen Förderbedarf des eigenen Kindes zu erkennen und sich mit besonderen Einrichtungen und Förderorten in Verbindung zu setzen. Frühe und besondere Förderung ist und bleibt die beste Voraussetzung für eine möglichst gute Entwicklung dieser Kinder“, meint Jürgen Stella, Schulleiter der Theresia Haselmayr-Schule in Dillingen.

Meist ist es der Kinderarzt, der das Thema vielleicht bei einer Vorsorgeuntersuchung anspricht, immer öfter sind es auch aufmerksame Erzieherinnen, die ein Kind bereits im Kindergarten vor Ort betreuen und dessen Eltern beraten. Wenn ein Kind in der großen Kindergartengruppe einfach untergeht, weil es sich nicht genug zutraut und sich nicht angemessen durchsetzen kann, wenn es hippelig und unruhig ist, wenn es schlecht oder gar nicht spricht, wenn es nicht so gut ausschneiden, malen oder basteln kann wie seine Altersgenossen, wenn es nicht so gut zuhören und nachahmen kann, dann können das Gründe sein, eine Vorstellung des Kindes in einer schulvorbereitende Einrichtung zu überlegen.

Eine solche gibt es in Pfaffenhofen als Außenstelle der SVE in Dillingen. Die Kinder werden hier von qualifizierten Fachkräften gezielt gefördert und auf den Schuleintritt vorbereitet. Im Mittelpunkt steht hierbei die Entwicklung der Bereiche Wahrnehmung, Motorik, Denken, Sprache, Emotionalität, Motivation, Sozialverhalten und Arbeitshaltung. Die Förderung findet in kleinen Gruppen und in spielerischen Lernformen statt. Im Anschluss an die SVE hat das Kind die Möglichkeit, an eine Grundschule überzutreten oder in eine Diagnose- und Förderklasse zu wechseln, wie sie in Dillingen an der Theresia- Haselmayr Schule angeboten werden. „Sowohl die Schulvorbereitende Einrichtung als auch die Diagnose- und Förderklassen sind freiwillige und einmalige Angebote im Landkreis Dillingen. Ob ein Kind eine der Einrichtungen besucht, das entscheiden nach Beratungsgesprächen die Eltern“, betont Andrea Groll, Sonderschullehrerin in der SVE.

Die Einrichtung in Pfaffenhofen besteht derzeit aus zwei Gruppen, in Dillingen aus vier Gruppen mit jeweils etwa zehn Kindern. Geführt wird so eine Kleingruppe von einer Heilpädagogischen Förderlehrerin (bzw. speziell ausgebildeten Erziehern) und einer Zweitkraft sowie einer Sonderschulpädagogin. Die Einrichtung ist an allen Schultagen vormittags geöffnet. Die Kinder haben einen Anspruch auf kostenlose Beförderung, wenn sie weiter als zwei Kilometer entfernt wohnen.

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