Mittwoch, 3. September 2014

22. Mai 2009 05:14 Uhr

Partystimmung mit leisen Mißtönen

Wenn aus den Musikboxen Trude Herr im Duett mit Wolfgang Niedecken ihr "Niemals geht man so ganz" schmettert, wird es meist melancholisch. Das war auch gestern nicht anders, als bei der Abschiedsparty des Augsburger Rosenaustadions ("Ciao Rosenau") im Rahmen dieser Veranstaltung auch sieben Spieler des FC Augsburg verabschiedet wurden. Für viele Fans überraschend war, dass neben Thomas Kläsener, Marco Küntzel, Marco Vorbeck, Francis Kioyo, Ingo Hertzsch auch Kapitän Lars Müller und der Marokkaner Mourad Hdiouad den Verein verlassen müssen (siehe auch überregionaler Sport). Physiotherapeut Björn Kube verließ den FCA auf eigenen Wunsch, dafür wurde der Vertrag von Torwart-Trainer Zdenko Miletic um ein Jahr verlängert.

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Der Kapitän ist enttäuscht

"Wir haben in dieser Woche Gespräche geführt, die weder mir noch dem Trainer Freude machen. Die Entscheidung haben wir uns auch nicht leicht gemacht", meinte FCA-Manager Andreas Rettig. "Es ist klar, dass alle enttäuscht sind, aber von diesen Spielern sitzt auch keiner auf dem Stuhl des Vereins", so Rettig weiter. Lars Müller war einer dieser Enttäuschten: "Es ist gang und gäbe im Profigeschäft, dass man mit so einer Entscheidung konfrontiert wird. Das ist für mich auch kein Problem, aber die Art und Weise ärgert mich. Ich hätte mir schon gewünscht, dass mir das vier Wochen vorher mitgeteilt worden wäre. Dann hätte ich mich auch schon umsehen können." Diese Meinung vertrat er nicht alleine. Alle Spieler, die den Verein verlassen müssen, sind jenseits der 30 Jahre. "Die Altersstruktur hat dabei auch eine große Rolle gespielt", sagt Rettig.

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Rund 2000 Fans sorgten bei der Abschiedsparty für einen würdigen Rahmen. Gedulden mussten sich die Autogrammjäger. Meterlange Schlangen bildeten sich auch vor der Anzeigentafel. Auch Horst Eckert und sein Kumpel Martin Keller waren dort oben, wo jahrelang der "Taferlmann" Josef Wagner seinen Dienst verrichtet hat. "Da muss man schon einmal rauf", grinste Eckert. Zeitzeugen wie Ex-Nationalspieler Uli Biesinger, Armin Klughammer (Mitglied des Bayerischen Fußballverbandes), Alwin Fink, Martin Trieb, Andreas Dörr, Vladimir Manislavic (ehemalige FCA-Spieler), Zdenko Miletic (FCA-Torwart-Trainer) Werner Klinger (FCA-Archivar), Herbert Schmoll (AZ-Redakteur) und "Taferlmann" Josef Wagner erinnerten bei Interviews mit RT1-Moderator Rolf Störmann an alte und neuere Rosenau-Geschichten.

Alwin Fink, der in den 70er Jahren im damaligen Team um Helmut Haller einer der besten Verteidiger der Regionalliga war, sieht den Abschied aus der Rosenau etwas pragmatisch: "Es ist zwar ein Stück Wehmut dabei, aber die Vorfreude auf die neue Arena überwiegt." Etwas nostalgischer sieht es der ehemalige FCA-Geschäftsführer Markus Krapf: "Das Rosenaustadion ist eines der schönsten Plätze in Augsburg, aber der Umzug muss halt aus wirtschaftlichen Gründen sein."

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