Dass Leo Schrell angesichts seiner Beliebtheit und der ordentlichen Arbeit, die er in den vergangenen sechs Jahren geleistet hat, die Dillinger Landratswahl nach 2004 ein zweites Mal gewinnen würde, ist alles andere als eine Überraschung. 83,67 Prozent sind auch angesichts der nicht gerade hohen Wahlbeteiligung ein starker Vertrauensbeweis. Respekt und Anerkennung hat sich freilich auch seine Herausforderin Bettina Merkl-Zierer von den Grünen verdient. Ohne sie wäre die gestrige Wahl angesichts fehlender Alternativen gar keine richtige gewesen. 16,33 Prozent für eine Bewerberin von der Ökopartei, das ist in einer Region, in der es für die Grünen in all den Jahren seit ihrer Gründung bisher nicht viel zu holen gab, sogar ein sehr beachtlicher Wert.
Wenn also im Juli Schrells zweite Runde als Landrat beginnt, dann sollte nicht nur über das politisch Machbare in einem nicht gerade im Geld schwimmenden Landkreis diskutiert werden - auch die Laufzeit seiner zweiten Amtsperiode gehört dann unbedingt auf die Agenda. Einen Weg zu finden, dass im Jahr 2014 Kreistag und Landrat wieder gemeinsam gewählt werden können, das sollte angepeilt werden. Übrigens: In Lauingen endet die Wahlperiode des gestern wiedergewählten Bürgermeisters Wolfgang Schenk bereits in vier Jahren. Was auf städtischer Ebene möglich ist, sollte auch im Kreis kein unüberwindbares Hindernis sein. Zumal Leo Schrell, wenn er so weitermacht wie bisher, auch bei einem vorgezogenen Urnengang nicht um seinen Job fürchten muss.
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