Biberbach und Meitingen sehen die Pläne eher als „Zukunftsperspektive“. Laugna will mitmachen Von Margret Sturm

Nachdem die Stadt Wertingen beim Thema Windkraft auch die Gemeinde Laugna mit im Boot haben will wären es inzwischen schon vier Kommunen, die eine interkommunale Zusammenarbeit anstreben und eine gemeinsame Fläche für einen Windpark ausweisen wollen. Meitingen und Wertingen haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst, der Markt Biberbach, auf dessen Gebiet die angestrebte Gemeinschaftsfläche eventuell liegen könnte, allerdings noch nicht.
Die Diskussion im jüngsten Biberbacher Gemeinderat klang sogar eher nach einem Rückzug. Biberbachs Bürgermeister Wolfgang Jarasch hält sich auf Anfrage unserer Zeitung zu dem Thema eher bedeckt und meint lediglich, dass er die im Meitinger Marktgemeinderat geäußerte Euphorie, es handle sich hier um eine „historische Stunde“, nicht ganz teilen könne. Visionär sei diese zwar durchaus, doch es gebe dabei ganz viele Fragezeichen.
Die von den Kommunen ins Auge gefasste Fläche im Bereich zwischen Biberbach, Feigenhofen und Rieblingen liegt im Gebiet des Naturparks und laut Regionalplan auf einer Fläche, auf der Windkraftnutzung bisher ausdrücklich ausgeschlossen ist. Biberbach sei nicht dazu da, die Probleme der anderen Kommunen zu lösen. Man sehe allerdings in der angestrebten interkommunalen Zusammenarbeit auch Vorteile für Biberbach.
Ähnlich sieht auch Meitingens Bürgermeister Dr. Michael Higl die Pläne als "eine Zukunftsperspektive. Das nötige Verfahren werde natürlich immer aufwendiger, je mehr Gemeinden sich an der angestrebten Zusammenarbeit beteiligten. Insofern sehe er sie losgelöst vom konkreten Bauantrag für eine Windkraftanlage in Langenreichen. Zu diesem Antrag werde der Meitinger Gemeinderat am 15. Februar eine Stellungnahme abgeben.
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