Wertingen Welch ein Saison-Finale beim Tennis-Club Wertingen! Die Vereinsmeisterschaft war Abschluss und Höhepunkt zugleich. Über fünf Wochen gingen die Titelkämpfe, die dem Vereinsleben neuen Atem einhauchten: Die Mitglieder nahmen Anteil, die Terrasse war stets gut gefüllt und vor allem die Finalspiele mobilisierten viele Zuschauer. "Es war ein super Turnier", strahlte Vorsitzender Silvester Anton über "die größte und spannendste Club-Meisterschaft seit vielen Jahren."

Der Modus über einen Zeitraum von fünf Wochen hat sich bewährt, über 60 Teilnehmer sorgten für ein Rekordergebnis. Es wurde nie langweilig in dem von Sportwart Robert Fellinger und Andreas Schober bestens organisierten Turnier. Spannende Spiele sorgten für Furore, vor allem in den Finals musste oft der Match-Tiebreak entscheiden. Besonderes auch bei der Siegerehrung: Statt Pokalen gab es diesmal Urkunden und ein Handtuch mit der Jahreszahl als Erinnerung, gesponsert von der Firma Buttinette.
Besonderheiten ebenso im sportlichen Bereich. Die Titel blieben buchstäblich in der Familie. Bei den Damen trumpften Mutter Christa Wagner und ihre Tochter Andrea auf, bei den Herren Uli Bacher und sein Sohn Manuel. Andrea Wagner war mit drei Titeln die erfolgreichste Teilnehmerin. Im Einzel gab sie keinen Satz ab, triumphierte im Finale mit 6:4, 6:3 gegen Sandra Wirth. Sabine Simon holte sich gegen Steffi Döhler Rang drei. Im Damen-Doppel siegte Andrea Wagner mit Margret Zegula im Finale gegen Simon/Dickenherr und im Mixed schließlich mit Helmut Gumpp gegen Fellinger/Gutekunst.
Seriensiegerin wieder erfolgreich
Da wollte Mutter Christa Wagner der Tochter nicht nachstehen. Allerdings war ihr Titelgewinn bei den Damen 40 keine Überraschung, sie ist praktisch Seriensiegerin. Den zweiten Platz holte sich Hanni Friedrich. Auch die Hobby-Damen waren am Ball: hier sicherte sich Evi Volpert Platz eins vor Petra Miller.
Bei den Herren fiel auf, dass sich immer mehr junge Spieler in den Vordergrund spielen. Das Feld war ausgeglichen, es gab Tiebreak-Krimis in fast allen Finalspielen. Kein Wunder, dass sich am Ende dann doch noch Routine durchsetzte. Uli Bacher war der älteste Teilnehmer im Finalfeld und warf Ruhe und Können in die Waagschale. Sowohl im Halbfinale gegen Fabian Demharter (3:6, 6:3, 12:10) als auch im Finale gegen Volker Winkler (6:3, 3:6, 10:8) behielt er im Match-Tiebreak die Nerven. Mit Volker Winkler zeigte sich ein neues Gesicht. Er kommt aus Gundelfingen und wird nächstes Jahr den TCW verstärken. Platz drei holte sich Fabian Demharter gegen Sebastian Schaller. In der Vorrunde hatte Demharter Uli Bacher noch geschlagen. Bei den Hobby-Herren setzte sich Thomas Glonner vor Franz von Hoch durch.
Im Herren-Doppel gab es die interessante Kombination Routine und Jugend. Der Zufall wollte es, dass die Auslosung Uli und Manuel Bacher zusammen führte. Doppelte Premiere: erstmals gewann ein Vater-Sohn-Doppel. Im Finale mussten die Bachers den Match-Tiebreak bestehen und bezwangen Demharter/Berweck mit 6:2, 3:6, 10:6. Damit holten beide je zwei Titel, da der 15-jährige Manuel Bacher zuvor schon Jugendmeister geworden war und seine erfolgreiche Saison noch mit der Kreismeisterschaft krönte.
Nach den Titelkämpfen werden die Tennisspieler des TC Wertingen eine unruhige Winterpause haben. Sie freuen sich schon auf die nächste Saison! (kkp)
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