Wertingens Frauen verlieren nach 32 Siegen in Folge wieder ein Bezirksoberligaspiel
Wertingen Nach 32 siegreichen Bezirksoberligaspielen in Folge erwischte es am Samstagabend die Wertinger Handballfrauen erstmals wieder. Der SG Kissing/Friedberg II unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Koch nach mäßiger Leistung in eigener Halle verdient mit 17:22.
Schon von Beginn an zeichnete sich ab, dass in dieser Partie keine Langeweile aufkommen wird. Die Gäste zeigten eine engagierte Leistung und gingen nach fast fünf Minuten Torflaute mit 1:0 in Führung. Erst beim Stand von 1:3 in der 9. Minute kam Wertingen besser ins Spiel, und Jana Giel glich durch zwei schnelle Tore aus. Zur Führung sollte es aber nicht reichen. Kissing war während der gesamten Partie im Verwerten der Tormöglichkeiten effektiver und folglich gingen sie auch jetzt wieder in Front. Nach 23 Minuten beim Stand von 5:8 nahm Heimtrainer Peter Koch eine Auszeit, um seiner Mannschaft Tipps zu geben. Doch bis zur Pause reichte es nur zu einem knappen 8:9.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang dann Lisa Beutmiller der lang ersehnte Ausgleich, um postwendend wieder in Rückstand zu geraten. Erneut Lisa Beutmiller glich zum 10:10 aus, doch nun mussten die Zusamstädterinnen zwei Minuten in Unterzahl agieren. Dies nutzten die Gäste und gingen mit zwei Toren in Führung. Nach einer Auszeit konnte Annika Hofbaur den Anschlusstreffer markieren, ehe eine erneute Strafzeit den Gästen in die Karten spielte. 15 Minuten vor dem Ende der Partie war dann eine Gästespielerin für zwei Minuten auf der Bank, doch der Tabellenführer konnte keinen Profit daraus erzielen. Erst in Gleichzahl konnten Magdalena Grodz und Annika Hofbaur auf 14:16 verkürzen und es keimte noch einmal Hoffnung im Wertinger Lager auf.
In den verbleibenden zehn Minuten gelang es der Heimmannschaft nicht mehr, die erste Saisonniederlage zu verhindern. Auch weil die Außenspielerinnen der Kissinger einen Glanztag erwischten und aus fast unmöglichen Winkeln den Ball an Lisa Stumpf oder Simona Machalova vorbei ins Wertinger Tor bugsierten. Drei Minuten vor der Schlusssirene dann noch eine Schrecksekunde in der Wertinger Halle. Annika Hofbaur und ihre Gegnerin prallten unglücklich mit den Köpfen zusammen und das Spiel war für die erneut beste Werferin des TSV gelaufen. Letztlich durften die Gäste aus Kissing einen verdienten 22:17-Sieg feiern und Wertingens Trainer Peter Koch gratulierte: „Kissing war uns heute in der Chancenverwertung überlegen und hatten auch das dazu nötige Glück im Abschluss. Ein verdienter Sieg.“ (rstoll)
TSV Wertingen: Lisa Stumpf, Simona Machalova, Annika Hofbaur (6), Lisa Beutmiller (3), Jana Giel (3), Karoline Sailer (2), Verena Kühnel (1), Daniela Selmigkeit (1), Magdalena Grodz (1), Katrin Görke, Anna Beutmiller.
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