Endrunde um Augsburger Landkreismeisterschaft in Diedorf verspricht großen Nervenkitzel
Landkreis Augsburg „Hot summer - manche mögen’s heiß“ – so lautet das Motto der Faschingsgesellschaft FFC Augsburg, die am Sonntag vor dem Endspiel um die 31. Augsburger Landkreismeisterschaft im Hallenfußball die Stimmung nochmals kräftig anheizen wird. „Manche mögen’s heiß“ – dies dürfte auch für die acht Mannschaften gelten, die sich um den Titel bewerben. Vom Rekordmeister TSV Bobingen bis zum krassen Außenseiter SV Stettenhofen, ist alles vertreten.
Bei der letzten Endrunde, die in Diedorf ausgetragen wurde, musste die Schmuttertalhalle zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden. Auch am morgigen Sonntag tut man gut daran, sich rechtzeitig einen Platz im Hallenfußball-Tempel zu sichern, wenn man ab 13 Uhr die im K.-o.-System ausgetragene Endrunde miterleben will.
„Manche mögen’s heiß“ – das gilt auch für die Fans. Der Großteil der acht beteiligten Vereine hat große Anhängerscharen angekündigt. Einige Mannschaften reisen sogar mit dem Bus an. So zum Beispiel die SpVgg Auerbach-Streitheim, der TSV Zusmarshausen oder der SV Schwabegg. Dieses Trio zählt zwar nicht unbedingt zu den Topfavoriten, garantiert jedoch beste Stimmung in der Halle.
Zum vierten Mal hintereinander sind die Hallenzauberer aus Auerbach bei der Endrunde dabei. „Sicher wollen wir Landkreismeister werden, sonst fahr ich doch nicht auf so ein Turnier“, ist für Trainer Michael Finkel die Situation klar. „Mit Spaß alleine holt man keine Titel“, weiß der Coach der SpVgg, die 2009 überraschend den Titelgewinn feiern konnte und auch dieses Jahr wieder zu den Mitfavoriten zählt.
SC Biberbach nach sechs Jahren Abstinenz wieder dabei
Nach sechs Jahren Abstinenz freut sich Spielertrainer Christian Mayer auf die Teilnahme am Sonntag. „Wir haben dieses Jahr zwar wenig wert auf die Halle gelegt, trotzdem sind wir natürlich guter Dinge“, ist Mayer auch mit dem zugelosten Gegner zufrieden. „Ich denke, damit können wir leben, das ist ein sehr ausgeglichenes Duell, ohne Favoriten.“ Mit seinem SCB habe er noch nie gegen Schwabegg gespielt, den Fokus lege man allerdings auch nicht auf den Gegner, sondern auf sich selber. „Wir müssen gucken, dass wir gut ins Turnier kommen und uns mit der Bande anfreunden können, dann bin ich zuversichtlich, dass wir ins Halbfinale kommen“, so Mayer. In der Hauptrunde in Langweid konnten sich die gelb-schwarzen Biberbacher ohne Bande im Finale gegen den VfR Foret (2:1) durchsetzen. „Da haben wir uns ganz gut präsentiert“, war Mayer mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Für Sonntag habe sich seine Truppe keine unbedingte Endspielteilnahme vorgenommen. „Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber wir müssen uns erst mal auf die erste Partie konzentrieren und nicht schon nach einem Spiel nach Hause fahren.
Aus der Qualifikation in die Endrunde. Das ist schon lange keinem Verein mehr gelungen. Und noch eines hat der SV Stettenhofen allen anderen Finalisten voraus. Er hatte den Wanderpokal der Kreissparkasse schon in Händen. Als der B-Klassen-Spitzenreiter nämlich das Turnier in Meitingen gewonnen hatte, überreichte Torsten Vrazic, der Abteilungsleiter des ausgeschiedenen Titelverteidigers TSV Meitingen, die Trophäe schweren Herzens an den Underdog, damit ihn dieser mit nach Diedorf bringen kann. Freilich, am liebsten würden Spielertrainer Markus Ullmann und die Seinen den Pott behalten – doch dazu müssten sich am Sonntag schon alle Fußballgötter auf die Seite des SV Stettenhofen schlagen. „Wir sind absoluter Außenseiter“, sagt Markus Ullmann, „für uns ist es schon eine super Sache, hier überhaupt dabei zu sein. Damit haben wir mehr erreicht, als je gedacht.“ (oli)
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