Den TSV Aindling hat es in der Hallenrunde auch sportlich erwischt
Aindling Es war kein Auftritt, der eines Titelverteidigers würdig war. Mit null Punkten und 3:7 Toren verabschiedete sich der TSV Aindling am vergangenen Freitag aus der schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball . Es war der negative Höhepunkt einer völlig verkorksten Hallenrunde für den Bayernligisten. Einer Hallenrunde, in der man eigentlich neue Kraft und Selbstbewusstsein für die Rückrunde schöpfen wollte. Es passierte das Gegenteil. Die Mannschaft wirkt angeschlagen. Die vergangenen Wochen scheinen nicht spurlos an den Kickern vorbeigegangen zu sein.
Das erweckt zumindest der Eindruck, den man als neutraler Zuschauer von den Auftritten von Ebeling und Co. bekommt. Lustlos, emotionslos, leidenschaftslos – den TSV-Kickern war anzumerken, dass es in ihren Köpfen momentan eben nicht nur um Sport geht. Fußball wird zur Nebensache. Das weiß auch Josef Kigle: „Es ist doch klar, dass die Jungs verunsichert sind“, sagt der Vorstand Spielbetrieb des TSV. „Sie wissen auch nicht, wie es weitergeht. Und dann ist man eben nicht mit dem Kopf bei der Sache. Das schlägt alles durch.“ Die Steuerrazzia und die damit verbundene unsichere Zukunft des Vereins ist bei der Mannschaft angekommen.
In den kommenden Tagen stehen gleich mehrere Vorstandssitzungen auf dem Programm. Themen gibt es viele zu behandeln: Gehaltszahlungen, Regionalliga, Steuerrazzia, sportliche Zukunft: „Uns wird sicher nicht langweilig“, sagt Kigle, der genau weiß, dass in den kommenden Wochen einige Entscheidungen getroffen werden müssen. Kurzfristige (Gehaltszahlungen) wie auch mittelfristige (sportliche Ausrichtung, Trainerfrage). Spätestens zum Vorbereitungsstart am 30. Januar sollen Erste getroffen sein.
Nureines stellt Kigle klar. Abgänge hat der TSV Aindling aktuell nur einen zu verzeichnen. Und der stand mit Ervin Okanovic schon lange fest. Ansonsten habe noch kein Spieler um seine Freigabe gebeten: „Es hat keiner seine Mitgliedschaft gekündigt“, so Kigle. „Das heißt für mich, dass alle bleiben wollen.“
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