Donnerstag, 22. Februar 2018

03. Februar 2018 15:14 Uhr

Tarifstreit

Abschlusskundgebung: IG Metall droht mit weiteren Streiks

Zum Abschluss ihrer ganztägigen Warnstreiks hat die IG Metall in Bayern am Samstag ihre Tarifforderungen untermauert. Was IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler von Arbeitgebern forderte.

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Die IG Metall Bayern beendet am Samstag ihre ganztägigen Warnstreiks. Die Gewerkschaft verlangt u.a. bundesweit sechs Prozent mehr Geld.
Foto: Swen Pförtner, dpa (Symbolfoto)

Die ganztägigen Warnstreiks der IG Metall in Bayern finden am Samstag ein Ende. Auf der Schlusskundgebung vor rund 500 Warnstreikenden des BMW-Werks in Regensburg rief Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler den Beschäftigten zu: "Wir senden das Signal an die Arbeitgeber: Bewegt Euch, oder wir machen weiter." 

Wechsler kritisierte laut einem IG-Metall-Sprecher den Arbeitgeberverband vbm für dessen Äußerungen zu angeblichen wirtschaftlichen Auswirkungen von Warnstreiks und Lohnerhöhungen: "Mit einem echten Einigungswillen hätten sich die Arbeitgeber die ganztägigen Warnstreiks sparen und das Geld stattdessen den Beschäftigten geben können. Das wäre uns lieber gewesen." Im Übrigen hätten Lohnerhöhungen der Metall- und Elektroindustrie noch nie geschadet. 

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Mehr als 120.000 Menschen beteiligten sich an den Arbeitsniederlegungen

An den ganztägigen Arbeitsniederlegungen hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft in Bayern bis Freitag mehr als 120.000 Menschen beteiligt, weit mehr als die Hälfte davon bei BMW, Audi sowie den Zulieferern der Autoindustrie. Allein am Freitag hatten 80.000 Warnstreikenden die bayerische Autoindustrie komplett lahmgelegt.

31.01.2018, Bayern, München: Mitglieder der IG Metall demonstrieren auf dem MAN Gelände bei einem Warnsteik. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Metallarbeiter in mehreren Bundesländern mit ganztägigen Warnstreiks begonnen.

 

Die IG Metall fordert in der diesjährigen Tarifrunde für die Beschäftigten 6 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben annähernd 3 Prozent geboten.

Knackpunkt ist aber die Forderung der IG Metall, dass jeder Beschäftigte seine Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden verkürzen kann - mit teilweisem Lohnausgleich für Schichtarbeiter und Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Die Arbeitgeber halten sowohl diese Forderung als auch die 24-stündigen Arbeitsniederlegungen für rechtswidrig. (dpa/lby)

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IG Metall | Regensburg | BMW | Audi



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