Freitag, 24. Mai 2013

07. März 2012 15:15 Uhr

Bußgeld für Feuerwehrauto-Hersteller

Absprachen: Iveco Magirus muss 30 Millionen Euro zahlen

Bußgeld gegen Ulmer Unternehmer: Der Feuerwehrauto-Hersteller Iveco Magrius muss 30 Millionen Euro zahlen wegen verbotener Absprachen.

Die Firma Iveco Magrius muss ein Bußgeld in höhe von 30 Millionen Euro zahlen.
Foto: Bernhard Weizenegger

Das Bundeskartellamt  verhängte gegen das Ulmer Unternehmen Iveco Magrius ein Bußgeld in  Höhe von 30 Millionen Euro. Der Grund: Verbotene Absprache zu Verkaufspreisen und Marktanteilen bei Löschfahrzeugen. Demnach hat sich Iveco Magirus seit mindestens 2001 mit drei weiteren Fahrzeugherstellern den Markt in Deutschland aufgeteilt.

Kartellverfahren gegen Albert Ziegler, Schlingmann und Rosenbauer beendet

Das Kartellverfahren gegen die Unternehmen Albert Ziegler,  Schlingmann und Rosenbauer beendete das Bundeskartellamt bereits im vergangenen Jahr einvernehmlich. Gegen die Firmen und einen Wirtschaftsprüfer, der die Einhaltung  der Absprachen im Auftrag der Unternehmen kontrollierte, sei damals ein Bußgeld in Gesamthöhe von 20,5 Millionen Euro verhängt worden.

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Über Jahre bestimmte Verkaufsanteile aufgeteilt

Diese Firmen sind die führenden Hersteller von Löschfahrzeugen in  Deutschland. Nach Angaben der Kartellhüter hatten sie sich über Jahre gegenseitig bestimmte Verkaufsanteile zugestanden. Ihre Auftragseingänge meldeten sie demnach hierzu dem Wirtschaftsprüfer mit Sitz in der Schweiz. Dieser fertigte daraus Listen an, mit  denen dann Manager der drei Firmen während regelmäßiger  Geheimtreffen am Flughafen Zürich die Einhaltung der Marktanteile  überprüften. Dabei sollen auch Preiserhöhungen abgesprochen worden sein.

Bußgeld von 17,5 Millionen Euro wegen verbotener Absprachen bei Drehleiter-Fahrzeugen

Gegen Iveco Magirus war im vergangenen Jahr bereits in einem anderen Verfahren ein Bußgeld von 17,5 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen bei Drehleiter-Fahrzeugen erhoben  worden. Das neue, am Mittwoch verhängte Bußgeld sei noch nicht  rechtskräftig, teilte das Kartellamt mit. Das Unternehmen könne noch Einspruch einlegen.

Für das Kartellamt sei mit der neuen Geldbuße der "Komplex  Feuerwehrfahrzeuge abgeschlossen", erklärte Behördenpräsident  Andreas Mundt. Das Eingreifen der Behörde habe dem "gegenseitigen  Zuschustern von kommunalen Aufträgen zwischen den Herstellern" ein  Ende gesetzt.

Geschädigte Kommunen hätten nun die Möglichkeit,  Schadenersatz-Ansprüche geltend zu machen. Zudem sei das Verfahren  gegen beteiligte Vertriebsleiter, Geschäftsführer und  Vorstandschefs an die zuständigen Staatsanwaltschaften zu Zwecken  einer strafrechtlichen Prüfung weitergeleitet worden, teilte die Kartellbehörde mit. afp

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