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EADS: Airbus will 4000 neue Stellen schaffen

EADS

Airbus will 4000 neue Stellen schaffen

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    Airbus will 4000 neue Stellen schaffen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, Muttergesellschaft von Airbus, will trotz ohnehin schon guter Zahlen noch profitabler werden.
    Airbus will 4000 neue Stellen schaffen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, Muttergesellschaft von Airbus, will trotz ohnehin schon guter Zahlen noch profitabler werden. Foto: dpa

    Airbus will 4000 neue Stellen schaffen: Der europäische Flugzeugbauer hat im vergangenen Jahr fast zwei Drittel der Aufträge in seiner Branche eingeheimst. Mit einer Rekordzahl von 1419 bestellten Maschinen hängte der Konzern seinen US-Rivalen Boeing damit zum wiederholten Male ab, wie Airbus am Dienstag in Hamburg mitteilte. Dessen Mutterkonzern EADS will 2012 sein Personal um 9000 Mitarbeiter aufstocken.

    Boing: 805 Flugzeuge geordert

    Beim Wettbewerber Boeing orderten Kunden demnach im abgelaufenen Jahr 805 Flugzeuge. Damit strich Airbus mit seinen 1419 bestellten Maschinen 64 Prozent der Aufträge ein. Das Unternehmen mit Hauptsitz im französischen Toulouse erwartet allerdings, im laufenden Jahr auf eine Quote von 50 Prozent oder weniger zurückzufallen, wie Verkaufsdirektor John Leahy sagte. "Wir werden nicht hinter den 50 Prozent herjagen", ergänzte er.

    Im abgelaufenen Jahr habe der Flugzeugbauer insgesamt 534 Maschinen an Kunden geliefert. Auch das ist laut dem Unternehmen ein neuer Höchststand. Das spülte Geld in die Konzernkassen: Der Umsatz lag demnach 2011 bei 140,5 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro).

    Airbus A320 NEO besonders gefragt

    Von den Airbus-Kunden besonders gefragt - und deshalb zuletzt besonders häufig auf der Bestellliste - war Unternehmensangaben zufolge das neue, als besonders verbrauchsarm geltende Modell A320 NEO. Seit der offiziellen Vorstellung im Dezember 2010 seien bereits 1256 Bestellungen für Maschinen dieses Typs eingegangen. "Kein Programm in der Geschichte der Luftfahrt wurde jemals so oft und so schnell verkauft", erklärte Leahy. 2015 sollen die ersten NEO-Maschinen ausgeliefert werden. Für den "herkömmlichen" A320 lägen aktuell 2089 Bestellungen vor.

    Gallois: "Wir sind ein Teil Europas"

    Das ist Airbus

    Airbus ist als Tochtergesellschaft der Airbus Group (bis 2013 EADS) Europas führender Flugzeughersteller. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in Toulouse (Frankreich).

    Ende 1970 schließen sich die Gründungsmitglieder der französischen "Aérospatiale" und die Deutsche Airbus zur "Airbus Industrie" zusammen. Sie bilden seither das Gegengewicht zum US-Konzern Boeing.

    2001 erhält Airbus zum ersten Mal mehr Aufträge als Boeing. Auch in Deutschland gibt es mehrere Betriebsstandorte. Airbus produziert unter anderem in Hamburg, Bremen und Buxtehude.

    2009 wird "Airbus Military" gegründet, ein Zusammenschluss sämtlicher militärischer Luftfahrzeug-Programme des Unternehmens.

    2013 erwirtschaftet die Airbus Group einen Umsatz von 59 Milliarden Euro. Weltweit arbeiten 144.000 Mitarbeiter für den Konzern.

    Besser auf Touren kommt mittlerweile auch die Herstellung des Riesen-Fliegers A380, wie Airbus-Chef Tom Enders sagte. "Nach all den Schwierigkeiten war 2011 das erste wirkliche Produktionsjahr für den A380", sagte Enders. 26 Superjumbos habe Airbus im vergangenen Jahr ausgeliefert, acht mehr als 2010. 19 neue Maschinen seien vorbestellt. Für 2012 erwarte er ein weiteres Plus bei Auslieferungen und Bestellungen, sagte Enders, der im Sommer an die Spitze des deutsch-französischen Mutterkonzerns EADS rücken soll.

    Dessen Noch-Chef Louis Gallois verkündete am Dienstag, dass der Luft- und Raumfahrtkonzern im laufenden Jahr 9000 Mitarbeiter einstellen will, 4000 davon allerdings befristet. Die Unternehmensgruppe habe im vergangenen Jahr bereits mehr als 5000 Beschäftigte neu eingestellt. 4400 neue Stellen entfielen den Angaben zufolge allein auf Airbus. Dort sollen es laut Enders in diesem Jahr 4000 Beschäftigte mehr werden. "Wir sind ein Teil Europas, der funktioniert", sagte Gallois. (afp)

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