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16. Oktober 2008 19:15 Uhr

Finanzmarktkrise

Alice Cooper: "Harte Zeiten helfen harter Musik"

Auf den ersten Blick hat Horror-Rocker Alice Cooper wenig mit der Finanzmarktkrise gemein. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt er, warum, wenn an den Börsen die nackte Panik regiert, der Hardrock boomt. Von Josef Karg Von Josef Karg

So kennt man ihn: Gruselrocker Alice Cooper in Action. Der Musikstar meint, die Finanzkrise sei ein Segen für die Hardrock-Branche.
Foto: ALFA

Von Josef Karg

Augsburg - Er verkörpert auf der Bühne das Grauen. Seit 40 Jahren macht Horror-Rocker Alice Cooper (60) das erfolgreich. Er hat Millionen damit verdient. Der Musiker, der auf der Bühne schon mal die Guillotine auspackt, kennt sich also auch mit Geld aus. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt er, warum, wenn an den Börsen die nackte Panik regiert, der Hardrock boomt.

"Harte Zeiten verhelfen harter Musik zu neuer Blüte", lautet sein Credo. Und er kann auch erklären, wie er auf diese im ersten Moment etwas skurrile These kommt. "Ich glaube, dass sich die meisten Menschen in diesen Zeiten nach richtiger Unterhaltung sehnen. Ich meine jetzt nicht irgendwelche seltsamen Fernsehshows," sagt er. Die Leute wollten eben nicht immer nur Hiobsbotschaften hören. Sie benötigten Dinge, die ihnen den Kopf frei räumen.

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Schon in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren sei Amerikas Kinoindustrie gewissermaßen aus dem Boden geschossen. Musik, Theater und Unterhaltung biete eine ideale Fluchtmöglichkeit aus der Finanz- in eine totale Fantasiewelt. "Da können dann selbst Investmentbanker ihre täglichen Sorgen hinter sich lassen", meint der Rockstar.

Cooper ist derzeit übrigens mit dem früheren Deep-Purple-Frontmann David Coverdale auf Tour: Der heutige Sänger der Band Whitesnake kann der Finanzkrise ebenfalls positive Seiten abgewinnen. "Hardrock war immer dann besonders erfolgreich, wenn irgendwelche Krisen im Gange waren", sagt er. Die Menschen seien in solchen Zeiten verunsichert und verängstigt. Hardrock und Heavy Metal hätten da eine "therapeutische Wirkung". Wenn man den aktuellen Rummel das neue AC/DC-Album betrachtet, könnten die beiden Rocklegenden Recht haben.

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