Montag, 20. Mai 2013

24. Februar 2011 17:20 Uhr

Gift im Apfel

Apple-Zulieferer: Über 130 Arbeiter vergiftet

Bei einem Apple-Zulieferer wurden mehr als 130 Arbeiter vergiftet. Die Chemikalie n-Hexan dient zum Bildschirm-Säubern von iPhones.

Apple-Chef Steve Jobs auf einer Apple Entwicklerkonferenz in San Francisco (Archivfoto)., dpa

Gut 130 Arbeiter eines Zulieferers des US-Konzerns Apple in China haben im Jahr 2009 von einer Chemikalie langfristige Schäden davongetragen. Wie das in Taiwan angesiedelte Unternehmen Wintek Corp mitteilt, hatten die Opfer Bildschirme für iPhones von Apple hergestellt. Ein hoher Mitarbeiter des Unternehmens sagte, das  137 Arbeiter sich mit der Chemikalie n-Hexan vergiftet hätten. Mit ihr  hatten sie die Bildschirme von iPhones geputzt.

Einer der Betroffenen sei noch immer in regelmäßiger ambulanter  Behandlung. Die übrigen benötigten keine medizinische Betreuung  mehr. Einige Mitarbeiter hätten eine Entschädigung von bis zu 100.000 Yuan (11.000 Euro) erhalten. «Wir haben aufgehört, n-Hexan zu  benutzen», erklärte der ranghohe Mitarbeiter. Die Glasflächen würden nun mit  Alkohol gesäubert.

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Weiterer Apple-Zulieferer in der Kritik: Foxconn

Beim akutell weltgrößten Elektronikzulieferer Foxconn, der auch für Apple produziert, hatten sich im vergangenen Jahr an einem Standort in China gleich mehrere Arbeiter das Leben genommen.  Arbeitsschutz-Aktivisten hatten aufgrund solcher Vorkommnisse die  Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken, die für Apple  arbeiten, kritisiert. Sie beanstanden, die Angestellten hätten sehr  lange Arbeitszeiten, würden schlecht bezahlt und stünden unter  hohem Druck.

Apple fährt Quartal für Quartal Milliardengewinne ein. Die Marken wie iPhone oder iPad genießen Kultstatus. Meldungen, wie die aus China, sind Gift für den US-Konzern, der hauptsächlich von seiner Markenstrahlkraft lebt. AZ

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Schlagworte

Apple | iPhone | Foxconn



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